E-Commerce

Bitkom rechnet mit sinkenden Preisen für Computerspiele

Obwohl mittlerweile jeder dritte Bundesbürger den Computer auch zum Spielen nutzt, schrumpft der Umsatz der Branche.

- Der Branchenverband Bitkom rechnet mit einem Minus von voraussichtlich 3,7 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro - unter anderem, weil das Geschäft mit Spielekonsolen schwächelt. Playstation 3, Xbox 360 und Wii seien bereits seit einigen Jahren am Markt, die Nachfrage sinke, sagte Microsoft-Manager Ralph Haupter, Präsidiumsmitglied des Verbandes.

Zudem spielen Bitkom zufolge immer mehr Nutzer kostenlose Spiele direkt über den Internet-Browser oder eine kleine, häufig günstige Anwendung (App) auf dem internetfähigen Mobilfunkgerät. Deshalb lassen sich Spiele auf CD und DVD nicht mehr so gut verkaufen, In der Folge rechnet der Branchenverband mit sinkenden Preisen für Spiele - was den Umsatz der Branche drückt, den Verbraucher aber freut.

Nintendo will seine neue Konsole Wii U Ende 2012 herausbringen, Microsoft und Sony haben noch keine Nachfolger für Xbox 360 und Playstation 3 angekündigt.

Die Zeiten, in denen sich fast ausschließlich Jungs und junge Männer mit Computerspielen die Zeit vertrieben, sind vorbei. Rund 35 Prozent der Menschen in Deutschland spielen zumindest gelegentlich, wie eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag des Bitkom ergab - neben 44 Prozent der Männer mittlerweile auch 28 Prozent der Frauen. 68 Prozent der 14- bis 29-Jährigen spielen, unter den 30- bis 49-Jährigen sind es 38 Prozent, unter den 50- bis 64-Jährigen 24 Prozent. Allerdings ist nur knapp die Hälfte der Befragten (47 Prozent) bereit, Geld auszugeben.