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Bertelsmann: Christoph Mohn soll Chefaufseher werden ++ Griechenland: Ratingagentur S&P droht mit Herabstufung ++ Daten: NRW kauft noch mehr Schweizer Steuer-CDs

Christoph Mohn soll Chefaufseher werden

Christoph Mohn soll nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" Anfang 2013 den Aufsichtsratsvorsitz der Bertelsmann AG übernehmen. Der Aufsichtsrat wolle den Wachwechsel bereits auf seiner Sitzung am 30. August in die Wege leiten. Der Konzern lehnte einen Kommentar ab. Der 47-Jährige ist der Sohn des verstorbenen Bertelsmann-Patriarchen Reinhard Mohn. Treibende Kraft hinter dem Aufstieg sei dessen Witwe Liz Mohn, berichtete die Zeitung. Indem sie ihren Sohn zum Chefkontrolleur befördere, stelle sie die Weichen für die Übergabe des Medienunternehmens an die nächste Generation. Bertelsmann-Chefaufseher Gunter Thielen scheidet Ende des Jahres altersbedingt aus.

Ratingagentur S&P droht mit Herabstufung

Griechenland, ohnehin schon von der Pleite bedroht, muss eine neue Hiobsbotschaft wegstecken. Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat dem krisengeschüttelten Staat eine weitere Herabstufung der bereits extrem niedrigen Kreditwürdigkeit angedroht. Der Ausblick wurde auf "negativ" gesetzt, die aktuelle Einstufung bleibt bei "CCC". Bereits mit dieser Bewertung gelten Anleihen aus Griechenland als hochspekulativ. Die aktuelle Note liegt nur vier Stufen über einem Kreditausfall ("D").

NRW kauft noch mehr Schweizer Steuer-CDs

Nordrhein-Westfalen hat Medienberichten zufolge wieder eine große Menge Schweizer Daten über deutsche Steuersünder gekauft. Dies berichten die "Financial Times Deutschland" sowie die "Süddeutsche Zeitung". Das Material sei hochinteressant, zitierte die "Süddeutsche" einen mit dem Fall vertrauten Experten. Laut "FTD" enthält einer der Datenträger Informationen aus der Schweizer Großbank UBS. Gekauft worden sei auch Schulungsmaterial der UBS, mit dem der Bank Beihilfe zur Steuerhinterziehung nachgewiesen werden solle. Bereits vor drei Wochen war über den neuerlichen Erwerb einer Steuer-CD mit Daten aus der Schweiz durch die NRW-Behörden berichtet worden, laut "FTD" kommen jetzt zwei weitere hinzu.