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Steuer: Vorsicht bei getrennter Veranlagung von Kosten ++ Depot: Umzug nur mit ganzen Fondsanteilen ++ Versicherung: Private Unfallversicherung für Schulanfänger sinnvoll

Vorsicht bei getrennter Veranlagung von Kosten

Krankheitskosten oder Unterhaltszahlungen können die Haushaltskasse erheblich belasten. Damit diese Last nicht zu groß wird, können solche Ausgaben als außergewöhnliche Belastungen von der Steuer abgesetzt werden, erklärt Anita Käding vom Bund der Steuerzahler in Berlin. Voraussetzung: Die Ausgaben müssen relativ gesehen über dem Durchschnitt liegen. Außerdem müssen Steuerzahler eine zumutbare Eigenbelastung leisten, deren Höhe sich nach ihren Einkünften richtet. Eine Besonderheit ergibt sich dabei aber bei Ehegatten: "Bei einer getrennten Veranlagung wird eigentlich so gerechnet, als wären die Ehegatten gar nicht verheiratet", erläutert Käding. Dies ist jedoch bei der Berechnung der Eigenbelastung von außergewöhnlichen Belastungen anders. Denn deren Höhe ergibt sich nach dem Gesamtbetrag der Einkünfte beider Ehegatten. "Im Hinblick darauf sollte gesondert geprüft werden, ob für die Ehegatten letztendlich nicht doch die Zusammenveranlagung mit dem Ehegattensplitting vorteilhafter ist", rät Käding.

Umzug nur mit ganzen Fondsanteilen

Bei einer Depotübertragung können Bruchteile von Investmentfonds nicht mitgenommen werden. In der Regel können nur ganze Anteile übertragen werden, erklärt die Aktion "Finanzwissen für alle" der Fondsgesellschaften. Bruchteile entstünden etwa beim regelmäßigen Sparen mit einem Sparplan. Sie müssten vor der Übertragung verkauft werden. Entweder übernehme der Anleger das selbst, oder die neue Bank biete das als Teil des Umzugsservice an. Ein Grund für den Umzug könne sein, dass Anleger alle Depots und Konten bei einer Bank versammeln wollen. Das kann Verwaltungsaufwand und Kosten sparen. Viele Banken übernähmen kostenlos die Kündigung und Übertragung der alten Depots und Konten.

Private Unfallversicherung für Schulanfänger sinnvoll

Eltern sollten ihre Kinder ab dem ersten Schuljahr mit einer privaten Unfallversicherung absichern. Zwar seien sie bei Unfällen über die gesetzliche Unfallversicherung geschützt, erklärt der Bund der Versicherten. Die Versicherungssummen seien im Ernstfall aber zu niedrig. Eine ausreichende Unfallpolice sei schon ab 90 Euro im Jahr zu haben. Die Grundversicherungssumme bei Invalidität sollte bei mindestens 200.000 Euro liegen. Darüber hinaus sollten Eltern eine Progression von 225 bis 300 Prozent vereinbaren. Dadurch steigt die Versicherungsleistung bei höheren Invaliditätsgraden stufenweise an.