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Zalando: Heftige Kritik im Netz am Berliner Internetversand ++ BASF: Gewinn des Chemiekonzerns bricht wegen Steuer ein

Heftige Kritik im Netz am Berliner Internetversand

Nach einem kritischen Bericht des ZDF über die Arbeitsbedingungen im Zentrallager des Internetversandhändlers Zalando zieht im Netz ein Sturm der Empörung über dem Unternehmen auf, ein sogenannter Shitstorm. Auf der Facebook-Fanseite etwa äußerten sich viele mit Aussagen wie "Nie wieder Zalando!" und riefen zum Bestellboykott auf. In einem Beitrag für das Magazin ZDF-Zoom ging es um einen Stundenlohn von 7,01 Euro, keinerlei Sitzmöglichkeiten, ständige Überwachung und einen verschmutzten Toiletten-Container für mehrere hundert Mitarbeiter im Zentrallager in Brieselang, das im Juni 2011 eröffnet wurde. Zalando bedankte sich für die kritischen Reaktionen und dafür, dass sich die Internetgemeinde mit dem Thema auseinandersetzt. Das Unternehmen wurde 2008 gegründet und ist rasant gewachsen. 2011 überschritt es die Umsatzmilliarde. Bekannt ist es vor allem wegen seiner grellen Werbekampagnen.

Gewinn des Chemiekonzerns bricht wegen Steuer ein

15,5 Prozent weniger Gewinn hat BASF, der größte Chemiekonzern der Welt, im zweiten Quartal 2012 ausgewiesen als ein Jahr zuvor. Insgesamt waren es 1,23 Milliarden Euro. Der Konzern begründete dies mit einer höheren Steuerquote wegen der nicht anrechenbaren Ertragssteuer auf die Ölförderung. Ein Jahr zuvor war sie wegen des Ölförderstopps in Libyen nicht enthalten. Dort fördert die BASF-Tochter Wintershall. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Sondereffekten betrug 2,49 Milliarden Euro, ein Plus von 11,3 Prozent. Der Umsatz stieg um 5,5 Prozent auf 19,48 Milliarden Euro.