Meldungen

WirtschaftsNews

Fachkräftemangel: Versender Otto mobilisiert pensionierte Mitarbeiter ++ Gesundheit: 190 Millionen Euro mehr für Apotheker ++ Helios: Kartellamt prüft Übernahme von Rhön-Klinikum

Versender Otto mobilisiert pensionierte Mitarbeiter

Der Versandhauskonzern Otto holt pensionierte Mitarbeiter ins Unternehmen zurück: Am Dienstag meldete der Hamburger Konzern die Gründung einer neuen Tochterfirma, die Betriebsrentner für Aufgaben innerhalb der Otto Group vermittelt. "Sie sollen helfen, etwaige Lücken in Arbeitsprozessen zu schließen", hieß es. Der Konzern begründete den Schritt mit dem "sich abzeichnenden demografischen Wandel mit dem daraus resultierenden Fachkräftemangel". Die Pensionäre sollen bei kurzfristigen Engpässen von Fachkräften mit einem befristeten Arbeitsvertrag nach Bedarf und Qualifikation aushelfen.

190 Millionen Euro mehr für Apotheker

Deutschlands Apotheker sollen mehr Geld je verkaufter Arzneimittelpackung erhalten. Unter Berufung auf eine geplante Änderung der Arzneimittelpreisverordnung aus dem Haus von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) meldet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung", der Zuschlag auf den Packungspreis solle im kommenden Jahr um 25 Cent auf 8,35 Euro steigen. Die Apotheker würden damit 190 Millionen Euro mehr einnehmen. Die Apotheker kritisierten den Vorschlag aus dem Hause Rösler als unzureichend. Bei den Krankenkassen hieß es, man warte gespannt auf eine stichhaltige Begründung für die Mehrausgaben.

Kartellamt prüft Übernahme von Rhön-Klinikum

Das Bundeskartellamt nimmt die - zunächst gescheiterte - Übernahme von Rhön-Klinikum durch Fresenius länger unter die Lupe. Die Behörde habe die zweite Prüfungsphase eingeleitet, die bis Mitte Oktober andauern könne, sagte eine Sprecherin am Dienstag. Fresenius hatte die Übernahme von Rhön-Klinikum Mitte Juni beim Kartellamt angemeldet. Durch den Zusammenschluss der Rhön-Kliniken mit der Berliner Fresenius-Tochter Helios würde der mit Abstand größte private Krankenhausbetreiber in Deutschland entstehen. Der erste Übernahmeversuch war Ende Juni gescheitert. Wie der Dax-Konzern am Montag mitteilte, werde ein zweiter Anlauf geprüft.