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Arbeitsagentur: Vorstandsmitglied träumt von Vollbeschäftigung ++ Kodak: Patent-Entscheidung gefährdet US-Konzern ++ Fresenius: Gesundheitskonzern kauft groß in den USA ein ++ Bahn: Jeder fünfte Fernverkehrszug hat Verspätung

Vorstandsmitglied träumt von Vollbeschäftigung

Deutschland ist trotz des niedrigsten Arbeitslosenstandes seit 21 Jahren immer noch ein gutes Stück von der Vollbeschäftigung entfernt. "Aber Vollbeschäftigung ist keine Utopie", sagte Heinrich Alt, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit. "Es ist gut, eine Vision zu haben und von Vollbeschäftigung zu träumen - und man sollte das Ziel auch nie aufgeben." Gleichwohl gelte: "Unter realistischen Bedingungen werden wir nie eine Arbeitslosigkeit von null erreichen." Die Arbeitslosenquote lag im Juni bei 6,6 Prozent. Nach Alts Definition ist Vollbeschäftigung bei einer Arbeitslosenquote von etwa zwei Prozent erreicht.

Patent-Entscheidung gefährdet US-Konzern

Der insolvente Fotopionier Kodak hat einen schweren Rückschlag in seinem Überlebenskampf erlitten. Die US-Handelskommission ITC wies eine Klage Kodaks gegen Apple und den Blackberry-Anbieter RIM ab, weil sie das ins Feld geführte Patent für Vorschaubilder als ungültig betrachtet. Diese Entscheidung könnte Kodak große Probleme bringen: Dieses Patent zählt zu den Kronjuwelen im Portfolio des Fotokonzerns, mit dessen Verkauf er Milliarden für einen Neuanfang erlösen will. Kodak hatte die Klage gegen Apple und RIM schon im Januar 2010 eingereicht.

Gesundheitskonzern kauft groß in den USA ein

Kurz nach dem zunächst gescheiterten Kauf von Rhön-Klinikum übernimmt der Gesundheitskonzern Fresenius die US-Firma Fenwal. Das Unternehmen stellt Geräte her, mit denen Blut entnommen und für Blutbanken und Krankenhäuser verarbeitet werden kann. Fresenius steigt mit dem Kauf zum weltweit größten Anbieter von Blut-Transfusionstechnik auf. Den Preis für Fenwal geben Insider mit rund 1,1 Milliarden Dollar (900 Millionen Euro) an. Verkäufer sind die Finanzinvestoren TPG und Maverick Capital, wie Fresenius meldete.

Jeder fünfte Fernverkehrszug hat Verspätung

Mit der Deutschen Bahn sind zwischen Januar und Juni so viele Menschen gereist wie noch nie in diesem Zeitraum. Der Konzern habe 40 Millionen mehr Fahrgäste registriert als 2011, berichtete die "Bild am Sonntag" unter Berufung auf das Umfeld des Aufsichtsrats. Damit waren gut 1,4 Milliarden Reisende mit der Bahn oder ihren Bustöchtern unterwegs. Trotz Besserungen verspätete sich im ersten Halbjahr wieder fast jeder fünfte IC oder ICE. Auch wenn Gewinn und Umsatz auf Rekordwerte gestiegen seien, habe der Güterverkehr seine Ziele nicht erreicht, sagte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) im "Focus". rtr