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Opel: Auch der Cheflobbyist verlässt den Autobauer ++ Rüstungsgüter: Exporte sollen nicht erleichtert werden ++ Libor-Skandal: Deutsche Bank erwirkt Kronzeugenstatus ++ Zeitarbeit: Arbeitgeber planen Tarifverträge mit Zuschlägen

Auch der Cheflobbyist verlässt den Autobauer

Weiterer Abgang aus der Opel-Führungsetage: Nach dem Vorstandsvorsitzenden Karl-Friedrich Stracke hat auch Cheflobbyist Volker Hoff den Vorstand des Autobauers verlassen. Der CDU-Politiker Hoff war von März 2006 bis Februar 2009 hessischer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten. Im Februar 2010 war er dann mit der Zuständigkeit Regierungsbeziehungen in den Opel-Vorstand eingetreten. Derweil geht die Suche nach einem neuen Vorstandschef weiter. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung wird der Aufsichtsrat von Opel bereits am Dienstag zu einer Sondersitzung zusammentreffen. Als heißester Kandidat gilt Strategievorstand Thomas Sedran.

Exporte sollen nicht erleichtert werden

Das Bundeswirtschaftsministerium hat Medienberichten widersprochen, wonach die Bundesregierung der deutschen Industrie durch eine Gesetzesreform den Rüstungsexport erleichtern will. Durch die jetzt vorgelegte Novelle des Außenwirtschaftsrechts (AWR) würden die Regelungen über den Export von Rüstungsgütern "ausdrücklich nicht berührt", hieß es im Ministerium. Es bleibe bei den "bewährten Grundsätzen, wonach die Ausfuhr von Rüstungsgütern im jeweiligen Einzelfall unter sorgfältiger Abwägung vor allem der außen-, sicherheits- und menschenrechtspolitischen Argumente geprüft" werde.

Deutsche Bank erwirkt Kronzeugenstatus

In der Affäre um Zinsmanipulationen hat sich die Deutsche Bank Insidern zufolge bei der EU und in der Schweiz einen Kronzeugenstatus gesichert. Mit der bereits im vergangenen Jahr auf den Weg gebrachten Regelung bekomme die Bank im Falle einer möglichen Strafe einen Nachlass, sagten zwei Personen aus dem Umfeld des Geldhauses. Andere in den Skandal verstrickte Banken haben in verschiedenen Ländern ebenfalls einen solchen Status erhalten.

Arbeitgeber planen Tarifverträge mit Zuschlägen

Die Zeitarbeitgeberverbände wollen weitere neue Tarifverträge mit Branchenzuschlägen für Zeitarbeiter abschließen. Im Mai und Juni hatten sie bereits mit den Gewerkschaften IG Metall und IG BCE neue Zuschläge für Zeitarbeiter in der Metall- und Elektroindustrie und in der Chemieindustrie vereinbart. Danach erhöht sich der Grundlohn künftig um bis zu 50 Prozent, wenn Zeitarbeiter in diesen Branchen tätig werden.