Urlaubsbudget

Parkgebühren führen beim Inlandsurlaub zu verdeckten Kosten

Steigende Spritpreise, hohe Übernachtungskosten und Billigflieger, die ihren Namen kaum noch verdienen: Viele Deutsche entscheiden sich daher, ihren Urlaub in der Heimat zu verbringen.

- Doch auch hier lauern verdeckte Kosten. Insbesondere in Großstädten wie München oder Frankfurt am Main müssen Besucher mit Parkgebühren von bis zu 2,50 Euro pro Stunde rechnen.

An deutschen Stränden von Nord- und Ostsee hält der ADAC eine Parkgebühr von 16 Euro pro Tag für gerechtfertigt. Wenn man für acht Stunden Badespaß 16 Euro bezahlen müsse, sei das in Ordnung, vor allem wenn Autofahrer dafür direkt am Strand parken könnten, sagte der Sprecher von ADAC Hansa, Matthias Schmitting. Er appellierte jedoch an die jeweiligen Kommunen, den Touristen Alternativen zu bieten. Die Autofahrer müssten am Ortsrand billige Parkplätze mit einem Shuttle-Service ins Zentrum und zu den Stränden anbieten. Sonst könnten die Parkpreise die Touristen verprellen. Die Preise sind jedoch saisonabhängig: Kostet das ganztägige Parken beispielsweise in einem Stralsunder Parkhaus elf Euro pro Tag, ist im Winter ein Tagesticket schon für sechs Euro zu haben.

Teurer sind hingegen die Parkgebühren im Süden und Westen Deutschlands. In hessischen Innenstädten kostet die Stunde Parken zwischen einem und zwei Euro. Die Städte nahmen durch Parkgebühren im Jahr 2011 insgesamt zwischen 6 und 22 Euro pro Einwohner ein. Bei den absoluten Einnahmen liegt Frankfurt am Main in Hessen an der Spitze. Nach Angaben der Städte geht das Geld in den Gemeindehaushalt.