Sparen

Energiekonsum sinkt auch im Sommer kaum

Mit wenig Aufwand können Verbraucher Kosten drücken

- Es soll ja Sommer geben, die tatsächlich warm sind. Heizkosten kann man sich dann schon mal sparen. Und dennoch: in den Monaten Juni bis September verbrauchen deutsche Haushalte nur 7,4 Prozent weniger als im Jahresschnitt, hat der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft errechnet. Dabei ist es vor allem in den Sommermonaten nicht schwer, den Energieverbrauch zu senken. Bis zu 200 Euro, so hat das Vergleichsportal Toptarif errechnet sind für jeden dabei drin. Mit wenigen Handgriffen könnten Verbraucher bereits allein in den Sommermonaten Juni bis September um bis zu 779 Kilowattstunden Strom einsparen.

Als unnötiger Energiefresser Nummer eins gilt der Wäschetrockner - und rund 40 Prozent aller Verbraucher besitzen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes einen solchen Haushaltshelfer. Je nach Alter und Modell fallen pro Jahr zwischen 120 und 750 Kilowattstunden an. Wird der Trockner in den Monaten Juni bis September nicht genutzt, entlastet das die Stromrechnung nach Berechnungen von Toptarif bei einem mittleren Verbrauch von 320 Kilowattstunden pro Jahr um immerhin knapp 28 Euro.

Nicht verzichten möchte man gerade im Sommer auf den Kühlschrank. Müssen sie auch gar nicht. Wenn der Kühlschrank selbst möglichst kühl steht, auf der richtigen Temperatur kühlt und richtig beladen ist, kann der Stromverbrauch um bis zu 50 Prozent reduziert werden. Bei einem Jahresverbrauch von 350 Kilowattstunden sind das dann mehr als 15 Euro. Als Temperatur gelten sieben bis acht Grad Celsius ausreichend, um Lebensmittel frisch zu halten. Jedes Grad weniger erhöht den Energieverbrauch um etwa sechs Prozent. Zusätzlich sinkt der Energieaufwand des Gerätes, wenn es voll beladen wird, da Lebensmittel die Kälte dann wie Akkus speichern. Bei Gefrierschränken ist es zudem wichtig, dass sie regelmäßig abgetaut werden - mindestens einmal jährlich. Wer Lebensmittel zudem bei maximal -18 Grad Celsius einfriert, kann im Schnitt elf Euro sparen.

Um den Verbrauch von Klimaanlagen zu senken, sollten mobile wie auch stationäre Anlagen nie auf höchster Stufe laufen. Kräftiges Durchlüften in kühleren Nächten sowie der Einsatz von Rollos, Jalousien und Ventilatoren senkt die Temperaturen in der Wohnung und spart so Energie. Deckenventilatoren etwa lassen Luft gleichmäßig zirkulieren und senken so zusätzlich den Energiebedarf - bis zu 52 Euro.

Im Sommer wie im Winter ist es äußerst sinnvoll, Geräte im Stand-by-Modus aufzudecken und versteckten Stromfressern den Saft abzudrehen. Oft ist es möglich, einfach den Stecker zu ziehen und die Geräte komplett vom Stromnetz zu trennen.