Sicherheit

Unternehmen verbünden sich gegen Metalldiebe

Im Kampf gegen den zunehmenden Metalldiebstahl will die Wirtschaft jetzt an einem Strang ziehen.

- Die großen Infrastrukturbetreiber Bahn, Telekom und RWE wollen sich künftig gegenseitig informieren und Maßnahmen auch zusammen mit der Polizei abstimmen. Außerdem soll ein elektronisches Frühwarnsystem entwickelt werden. "Unser Ziel ist es, den Rohstoffdiebstahl vom Ort des Geschehens bis in die Absatzkette hinein einzudämmen", sagte Gerd Neubeck, Leiter der Konzernsicherheit der Deutschen Bahn am Dienstag. Im Frühsommer 2013 sei zudem ein Buntmetallgipfel geplant.

Auch der Verkauf der gestohlenen Rohstoffe soll erschwert werden. Dazu sollen die Metallhändler mit einbezogen werden. "Durch das gemeinsame und koordinierte Vorgehen mit Verband, Unternehmen und unseren Mitgliedsbetrieben wollen wir die kriminellen Kreisläufe unterbrechen und den Tätern den Absatzweg abschneiden", sagte der Präsident des Verbands Deutscher Metallhändler, Thomas Reuter. Zudem sollen neue Sicherheitsmaßnahmen entwickelt werden. Allein bei den drei Konzernen haben sich die durch Metalldiebe verursachten Schäden 2011 nahezu verdoppelt. Wurden 2010 elf Millionen Euro Schaden registriert, waren es 2011 etwa 20 Millionen Euro.