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Aktien: Unternehmen müssen Anleger besser informieren ++ Autobauer: Opel-Aufsichtsrat stimmt Sanierungsplan zu

Unternehmen müssen Anleger besser informieren

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat die Rechte von Aktionären gestärkt. In einem jahrelangen Rechtsstreit über den spektakulären Abgang von Daimler-Chef Jürgen Schrempp 2005 erweitern die Luxemburger Richter das Recht der Anleger auf bessere Information. Konzerne müssten wichtige Personalentscheidungen nicht erst dann öffentlich machen, wenn sie bereits getroffen sind - sondern auch wenn sie vorbereitet werden und sehr wahrscheinlich sind, lautet das Urteil vom Donnerstag (Rechtssache C-19/11). Geklagt hatte ein Aktionär, der sich 2005 von dem Autokonzern zu spät über Schrempps Ausscheiden informiert fühlte. Der Anleger hatte seine Aktien vor dem Rücktritt Schrempps im Juli verkauft.

Opel-Aufsichtsrat stimmt Sanierungsplan zu

Der Kahlschlag beim kriselnden Autobauer Opel bleibt aus. Im zweiten Anlauf hat Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke den Aufsichtsrat von seinem überarbeiteten Sanierungsplan überzeugt, wie die Adam Opel AG am Donnerstag in Rüsselsheim mitteilte. Heikle Passagen wie Werksschließungen oder Stellenabbau tauchen in dem Konzept nicht mehr auf, mit dem Opel nach Milliardenverlusten in den vergangenen Jahren wieder auf die Erfolgsspur fahren will. Wann die Gewinnzone erreicht werden soll, blieb offen. Um die teuren Überkapazitäten abzubauen, sollen Modelle wie der kleine SUV Mokka, der Antara oder der Agila statt bisher in Korea künftig in Europa vom Band rollen. Beobachter erwarten, dass auch Modelle des französischen Partner Peugeot-Citroen bei Opel gebaut werden könnten. Das Unternehmen weist dies bisher als Spekulation zurück.