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Rolls-Royce: Triebwerksbau in Dahlewitz wird ausgebaut ++ Arbeitsagentur: Papierakten werden durch elektronische Daten ersetzt ++ Schlecker: Verkauf von Immobilien kurz vor der Insolvenz wird geprüft

Triebwerksbau in Dahlewitz wird ausgebaut

Der Triebwerkshersteller Rolls-Royce baut in Dahlewitz (Kreis Teltow-Fläming) einen neuen Teststand für Flugzeugtriebwerke. Damit könnten dort künftig auch große Triebwerke getestet werden, so Michael Haidinger, Geschäftsführer von Rolls-Royce Deutschland, unter anderem das Triebwerk für den neuen Airbus A350. Bislang würden dort nur kleine und mittlere Triebwerke getestet. 2014 soll die neue Anlage in Betrieb gehen. Die Investition von 90 Millionen Euro sei die größte des Unternehmens in der Region seit 20 Jahren. Wie viele Arbeitsplätze entstehen, sei noch unklar, es würden aber "einige Dutzend hoch qualifizierte Fachkräfte gebraucht". Derzeit sind in Dahlewitz 2200 Mitarbeiter beschäftigt.

Papierakten werden durch elektronische Daten ersetzt

Nach einem erfolgreichen Pilotversuch will die Bundesagentur für Arbeit (BA) flächendeckend die Papierakten in ihren 176 Arbeitsagenturen und 400 Dienststellen abschaffen. Vom 2. Juli an würden zunächst in Berlin-Brandenburg und Sachsen Millionen sogenannter Leistungsakten eingescannt, teilte eine BA-Sprecherin am Dienstag mit. Die Bundesagentur erhofft sich von der "E-Akte" eine jährliche Kosteneinsparung in dreistelliger Millionenhöhe. Zudem ließen sich Auskünfte schneller erteilen. Mitarbeiter könnten unabhängig vom Standort direkt auf ihrem Bildschirm auf Dokumente zugreifen, sagte die Sprecherin.

Verkauf von Immobilien kurz vor der Insolvenz wird geprüft

Die Übertragung von Vermögen und Immobilien innerhalb der Schlecker-Familie werde von Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz genau durchleuchtet - auch in jenem Fall, über den der ARD-Sender SWR am Dienstag berichtete. Das sagte ein Sprecher des Insolvenzverwalters. Dem Bericht zufolge hatte Anton Schlecker über seine Firma LSC drei Tage vor Insolvenzankündigung Liegenschaften in Österreich an seine Kinder Lars und Meike verkauft. Geiwitz prüfe derzeit "sehr genau", ob das Geschäft rückübertragbar ist. Denn die Immobilien gehören ansonsten nicht zur Insolvenzmasse.