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Tipps vom Alt-Kanzler

Reformen Altkanzler Gerhard Schröder hat seine Nachfolgerin Angela Merkel aufgerufen, auf weitere Reformen in den EU-Mitgliedsstaaten zu dringen. Mit Blick auf den Gipfel nächste Woche schrieb der SPD-Politiker in einem Beitrag für das "Handelsblatt", die Stärkung der Europäischen Investitionsbank, die Bündelung von Strukturfonds und Projektanleihen reichten nicht aus.

Wettbewerb Das grundlegende Problem werde so nicht behoben, nämlich die fehlende Wettbewerbsfähigkeit der meisten europäischen Volkswirtschaften. Hier seien Strukturreformen auf dem Arbeitsmarkt und im Sozialbereich notwendig. Schröder nannte in dem Zusammenhang unter anderem neben Spanien, Portugal, Griechenland und Italien auch Frankreich.

Machtverlust Der ehemalige Kanzler verwies auf die "Agenda 2010", die dazu beigetragen habe, dass Deutschland heute zu den wettbewerbsfähigsten Volkswirtschaften gehöre. Strukturreformen bräuchten aber Zeit. Bis sie positive Wirkung zeigen können, vergehen laut Schröder rund fünf Jahre. Politiker müssten sich dafür auch der Gefahr eines Machtverlustes aussetzen.