Energie

Deutschland bekommt 36 neue Tankstellen für Wasserstoff

In Deutschland muss dringend eine Infrastruktur zur "Treibstoff"-Versorgung von Autos mit alternativen Antrieben aufgebaut werden.

- Das ist nach Informationen der Berliner Morgenpost das Fazit des dritten Zwischenberichts, den die Nationale Plattform Elektromobilität am heutigen Mittwoch vorlegen wird. Bleibe es bei den bisherigen Maßnahmen und dem derzeitigen Tempo, sei das Ziel, bis zum Jahr 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf den deutschen Straßen zu haben, nicht zu erreichen.

Doch genau dieses Problem gehen Politik und Unternehmen nun an: Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) wird heute zusammen mit den Konzernen Daimler, Linde, Air Products, Air Liquide und Total den Startschuss für ein bundesweites Netz von Wasserstoff-Tankstellen geben. Bis 2015 sollen nach Morgenpost-Informationen zunächst 50 Wasserstofftankstellen über das Bundesgebiet verteilt werden. Derzeit gibt es deutschlandweit gerade mal 14 Wasserstofftankstellen, die öffentlich zugänglich sind. Die Aufstockung auf 50 Stationen wird als Forschungs- und Entwicklungsvorhaben mit rund 20 Mio. Euro vom Bund gefördert. Elektrofahrzeuge mit Wasserstoff-Brennstoffzellen würden nicht nur ohne schädliche Emissionen fahren, sie besäßen zudem eine hohe Reichweite und könnten innerhalb weniger Minuten auftanken.

Experten gehen davon aus, dass sich Autos, die nur mit einer Batterie angetrieben werden, kaum durchsetzen. Die Voltspeicher sind zu teuer, zu schwer und zu leistungsschwach für längere Reichweiten - und kaum ein Fachmann sieht in absehbarer Zeit die Chance, dass sich dies grundlegend ändern wird. Bislang hält sich das Interesse der Autofahrer an Wasserstofffahrzeugen in Grenzen, weil es kaum Tankstellen dafür gibt.

( do )