Energie

Offshore-Windpark-Planer: Windreich arbeitet am Börsengang

Der größte deutsche Entwickler von Offshore-Windparks, die Windreich AG aus Wolfschlugen bei Stuttgart, denkt über einen Börsengang für diesen Herbst nach.

- "Wir schaffen aktuell im Unternehmen die Voraussetzungen dafür", sagte Unternehmensgründer und Vorstandsvorsitzender Willi Balz der Berliner Morgenpost. "Wir wären ab Herbst bereit." Realistisch sei etwa 25 Prozent der Aktien an die Börse zu bringen, sagte Balz. "Ob wir es tun werden, ist aber noch nicht entschieden."

Balz sagte, er sei bereit zu einem Börsengang, "wenn das Wachstum dies erforderlich machen würde." Und er schwärmte schon einmal: "Auf jeden Fall wäre die Story hervorragend: 35 Prozent Marktanteil in dem am stärksten wachsenden Energieerzeugungssegment - zehn Mal mehr als E.on."

Balz sagte, die drei von Windreich entwickelten und genehmigten Offshore-Windpark-Projekte in der Nordsee lägen "exakt im Plan". Der Windpark Global Tech 1 werde "gegen Jahresende bereit zur Einspeisung sein". Die Probleme des Netzbetreibers Tennet, Offshore-Windparks in der Nordsee ans Leitungsnetz anzuschließen, belaste die Windreich-Projekte nicht. "Wir hinken weder hinterher, noch wirft das unsere Projekte zurück."

Neue Projekte treibt Balz nun aber in der Ostsee voran. Dort hat das Unternehmen drei Windparks unter den Namen Baltic Eagle, Ostseeschatz und Ostseeperle geplant. Die nötigen Umweltverträglichkeits- und Baugrunduntersuchungen hätten bereits stattgefunden, mit der ersten Baufreigabe sei noch in diesem Sommer zu rechnen, sagte Balz, die Errichtung 2015 sei realistisch.