Gleichstellung

Ministerin Schröder will einen Frauen-Karriere-Index

Nach der Ablehnung der FDP verfolgt Familienministerin Kristina Schröder (CDU) ihren Vorschlag einer verpflichtenden Regelung weiter, um Frauen den Zugang zu Führungsetagen in der Wirtschaft zu erleichtern.

- Schröder plant einen Frauen-Karriere-Index, um die Berücksichtigung von Frauen in Unternehmen besser vergleichen zu können. "Ich will Klarheit darüber haben, wo Frauen faire Chancen haben und wo nicht", sagte Schröder am Mittwoch in der Berliner Konzernzentrale der Axel Springer AG. Gut 200 Experten aus Wirtschaft und Politik waren gekommen, um auf Einladung der "Welt"-Gruppe Strategien zu erörtern, wie Frauenkarrieren hierzulande beflügelt werden können.

Der Frauen-Karriere-Index soll von Wissenschaftlern ermittelt werden und "objektiv und unabhängig" sein. Von dem Index verspricht sich Schröder eine Trennung von "Spreu und Weizen". Ihr Ziel sei es, "dass engagierte Unternehmen auch als solche wahrgenommen werden und den Imagegewinn einstreichen können". Unterdessen macht Brüssel Ernst mit der Frauenquote. Im Oktober will EU-Grundrechtekommissarin Viviane Reding einen Gesetzesvorschlag vorlegen, in dem Unternehmen verpflichtet werden, bis zum Jahr 2020 einen Frauenanteil von 40 Prozent in den Aufsichtsräten börsennotierter Unternehmen zu erreichen. Innerhalb der Kommission habe der Vorschlag Rückendeckung, hieß es.