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Deutsche Bahn: EU-Wettbewerbshüter prüfen Stromverträge ++ Arbeitszeit: Deutsche arbeiten soviel wie zuletzt vor 20 Jahren ++ Saab: Insolventer Autobauer soll Elektrofahrzeuge herstellen

EU-Wettbewerbshüter prüfen Stromverträge

Die EU-Kommission hat ein Kartellverfahren gegen die Deutsche Bahn und mehrere Tochterfirmen im Zusammenhang mit dem Preissystem für Bahnstrom eröffnet. Die Wettbewerbsaufsicht werde untersuchen, ob die Bahn-Tochter Energie GmbH dem Mutterkonzern mehr Rabatt auf Bahnstrom gebe und Konkurrenten über höhere Preise benachteiligt würden. Die Energie GmbH ist in Deutschland der einzige Anbieter von Bahnstrom, der zum Antrieb von Lokomotiven benötigt wird. Der Bahn droht bei einem Kartellverstoß eine Strafe von bis zu zehn Prozent der Umsätze. Im vergangenen Jahr erlöste der Konzern knapp 38 Milliarden Euro.

Deutsche arbeiten soviel wie zuletzt vor 20 Jahren

15 Milliarden bezahlte Arbeitsstunden haben deutsche Arbeitnehmer im ersten Quartal dieses Jahres geleistet. Das ist das höchste Arbeitsvolumen seit 20 Jahren. Binnen Jahresfrist ist dies ein Plus von 2,3 Prozent. Zwei Drittel des Anstiegs beruhen auf der steigenden Zahl der Erwerbstätigen, ein Drittel geht auf längere Arbeitszeiten zurück. Der Arbeitsmarkt hinkt der Konjunktur meist hinterher. Von der bisher positiven Entwicklung profitieren Vollzeitbeschäftigte. Ihre Zahl lag im ersten Quartal 1,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahrs. Die Teilzeitbeschäftigung stieg um ein Prozent.

Insolventer Autobauer soll Elektrofahrzeuge herstellen

Kehrtwende bei Saab: Für den insolventen Autobauer hat sich ein Käufer gefunden. Eine chinesisch-schwedische Investorengruppe kauft die Traditionsfirma, die seit 64 Jahren Autos herstellt - darunter Klassiker wie den Saab 900. Informationen über den Käufer National Electric Vehicle Sweden (NEVS) sowie Details zu Kaufpreis oder Investitionssumme wurden nicht genannt. Künftig soll Saab keine kraftstoffbetriebenen Wagen mehr herstellen: "Das Unternehmen wird einen neuen Betrieb in Trollhättan starten und sich auf die Entwicklung und Produktion von Elektroautos konzentrieren", teilte der Insolvenzverwalter mit.