Misswirtschaft

Staatsanwaltschaft in Stuttgart prüft Schlecker-Pleite

Die Schlecker-Pleite hat die Staatsanwaltschaft Stuttgart auf den Plan gerufen.

- Die Behörde prüfe, ob die Pleite mit Straftatbeständen wie Bankrott, Untreue oder Betrug in Verbindung stehe, sagte Sprecherin Claudia Krauth. Es handele sich um ein routinemäßiges Vorgehen bei Insolvenzen. Geprüft werden nun etwa Buchführung und Geschäfte wie Verkäufe von Grundstücken.

Krauth zufolge könnte Anton Schlecker als Einzelperson in der von ihm gewählten Rechtsform eingetragener Kaufmann nicht wegen einer Insolvenzverschleppung belangt werden. Das gelte aber nicht für die Töchter Ihr Platz und Schlecker XL. Auch griffen bei Anton Schlecker - sollte er sich schuldig gemacht haben - die Straftatbestände Bankrott, Untreue oder Betrug, die mit der Verschleppung eines Insolvenzverfahrens zusammenhingen.

Derweil will die Drogeriemarktkette dm bis zu 80 Märkte der insolventen Schlecker-Tochter IhrPlatz übernehmen. Die Fillialen ließen sich sehr schnell integrieren, meldete das Unternehmen. Vergangenen Freitag hatte sich der Münchener Investor Dubag zurückgezogen, der IhrPlatz sowie die Schlecker XL-Märkte übernehmen wollte.