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Condor: Ferienflieger will mehr Flugzeuge einsetzen ++ Kaffeekapseln: Nespresso bekommt Konkurrenz ++ Volkswagen: Konzern baut die Kapazitäten in China aus ++ Evonik: Geplanter Börsengang steht vor dem Aus

Ferienflieger will mehr Flugzeuge einsetzen

Der Ferienflieger Condor will seine Flotte ausbauen. Condor sei "mit einer Nischenstrategie auf der Langstrecke sehr erfolgreich" und vergrößere die Flotte "sukzessive mit zusätzlichen Flugzeugen", sagte der Chef der deutschen Muttergesellschaft Thomas Cook, Peter Fankhauser, dem "Focus". Im vergangenen Jahr hat die Fluglinie einen Gewinn von 70 Mio. Pfund (86 Mio. Euro) eingeflogen. Dennoch kämpft der TUI -Rivale Thomas Cook weiter mit roten Zahlen. Im vergangenen Geschäftshalbjahr hatte der Konzern einen operativen Verlust von gut 800 Mio. Euro ausgewiesen und konnte nur mit Notkrediten gerettet werden.

Nespresso bekommt Konkurrenz

Mit kompostierbaren und fair gehandelten Kaffee-Kapseln will die Marke Esprimo den dominanten Weltmarktführer Nespresso in Deutschland angreifen. Bis 2015 sollten 100 Mio. Kapseln jährlich verkauft und ein Marktanteil von 20 Prozent erreicht werden, sagt Bernd Hehner, Geschäftsführer der Betron AG, die den Allein-Vertrieb von Esprimo-Kapseln in Deutschland von Konstanz aus organisiert. Das Unternehmen will die Kaffee-Kapseln nicht nur online verkaufen, sondern im Gegensatz zu Nespresso auch über den Fachhandel.

Konzern baut die Kapazitäten in China aus

4 Millionen Fahrzeuge will der Autobauer Volkswagen bis 2018 in China bauen. Das sagte der neue Chef des entsprechenden VW-Ressorts, Jochem Heizmann, dem Magazin "Focus". Bisher hatte VW von drei Millionen Fahrzeugen bis 2014 gesprochen. Vergangenes Jahr verkaufte der VW-Konzern bereits mehr als jedes vierte Fahrzeug in China, insgesamt etwa 2,3 Millionen Stück. Vor wenigen Tagen hatte VW-Chef Martin Winterkorn den Geschäftsbereich im Rahmen einer umfangreichen Personalrochade aufgewertet. Das Ressort, das Heizmann nun leitet, wurde auf Ebene des Konzernvorstands neu geschaffen.

Geplanter Börsengang steht vor dem Aus

Die Marktturbulenzen durch die Schuldenkrise drohen die Pläne für einen der seit Jahren größten Börsengänge in Deutschland zunichte zu machen. Die Eigner des Chemieriesen Evonik werden bei einem Sprung auf das Börsenparkett bei weitem nicht die Milliarden-Erlöse erzielen, die sie sich für einen Anteilsverkauf zum Ziel gesetzt haben, hieß es am Sonntag aus Kreisen des RAG-Kuratoriums, dem Aufsichtsrat des Evonik-Mehrheitseigners RAG-Stiftung. Die Börsen-Pläne stünden deshalb vor dem Aus, die Entscheidung wolle das Kuratorium in einer Sitzung am 18. Juni fällen.