Meldungen

WirtschaftsNews

Volkswagen: Autokonzern kann Porsche steuerfrei übernehmen ++ Apple: Auktionshaus versteigert funktionsfähigen Rechner 1 ++ Frauenquote: Hamburg bringt Initiative in Bundesrat ein

Autokonzern kann Porsche steuerfrei übernehmen

Volkswagen hat bei dem seit drei Jahren verfolgten Zusammenschluss mit Porsche offenbar ein großes Hindernis aus dem Weg geräumt. Der Konzern habe eine Möglichkeit gefunden, die Fusion mit dem Stuttgarter Sportwagenbauer umzusetzen, ohne Steuern in Milliardenhöhe zahlen zu müssen, berichtet die "Wirtschaftswoche". Damit könnte VW Porsche bereits vor August 2014 übernehmen - denn erst dann könnten die von beiden Unternehmen im Jahr 2009 gegenseitig eingeräumten Kauf- und Verkaufsoptionen auf die Porsche AG steuerfrei gezogen werden. Das Finanzamt Stuttgart habe den beiden Autobauern mitgeteilt, dass bei der gewählten Konstruktion keine Steuern anfallen, obwohl die Holding Porsche SE für das Einbringen ihrer Tochter Porsche AG 4,5 Milliarden Euro von der Volkswagen AG erhalten soll. Im Fall einer Steuerpflicht müsste Porsche SE 1,5 Milliarden Euro an Steuern zahlen.

Auktionshaus versteigert funktionsfähigen Rechner 1

666,66 Dollar kostete der erste Apple-Computer "Apple I", als er im Juli 1976 in den USA auf den Markt kam. Das von Steve Wozniak gebaute und vom inzwischen verstorbenen langjährigen Konzernchef Steve Jobs vermarktete Gerät läutete ein neues Zeitalter ein, in dem die Nutzung von Computern massentauglich wurde. Am kommenden Freitag soll eines der raren Exemplare in New York versteigert werden. Das Auktionshaus Sotheby's rechnet mit einem Erlös von bis zu 180.000 Dollar (etwa 144.000 Euro). Weltweit existieren nach Schätzungen weniger als 50 Exemplare des Apple I, von denen nur noch sechs funktionieren. Auch der zu versteigernde Computer ist noch in Betrieb und kommt mit Original-Apple-Kassettenlaufwerk und Bedienungsanleitung.

Hamburg bringt Initiative in Bundesrat ein

Der SPD-geführte Hamburger Senat will seine Gesetzesinitiative für eine Frauenquote in den Führungsetagen der deutschen Wirtschaft in den Bundesrat einbringen. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Nach der Gesetzesvorlage sollen die Aufsichtsräte börsennotierter und mitbestimmter Aktiengesellschaften künftig zu mindestens 40 Prozent mit Frauen besetzt sein. Der Hamburger Gesetzentwurf sieht eine Übergangsfrist von elf Jahren vor und soll getrennt für die Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite gelten. Hamburg rechne sich gute Chancen für den Vorstoß im Bundesrat aus. Für die Einführung einer Quote bedarf es allerdings auch der Zustimmung des Bundestages.