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Air Berlin: Konzern-Chef Mehdorn spart bei Keksen und Papier ++ AMI: Autoshow lockt mit Testfahrten neuer Modelle ++ Generali: Langjähriger Chef überraschend entlassen ++ Infineon: Viele Mitarbeiter zollen scheidendem Chef Respekt

Konzern-Chef Mehdorn spart bei Keksen und Papier

Air-Berlin-Chef Hartmut Mehdorn kürzt in allen Bereichen seiner Fluggesellschaft die Ausgaben. "Säfte, Kaffee und Kekse für Meetings gibt es nicht mehr, Dienstreisen wurden auf ein Minimum reduziert", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Blätter würden nur noch beidseitig bedruckt, die Vorstandsmitglieder führen kleine Dienstwagen. Mehdorn widersprach Meldungen, die Existenz von Air Berlin sei bedroht. "Ein Verkauf steht nicht zur Debatte, wir stehen auch keineswegs am Abgrund." Air Berlin hatte vergangenes Jahr 247 Millionen Euro Betriebsverlust ausgewiesen.

Autoshow lockt mit Testfahrten neuer Modelle

90.000 Besucher sind am ersten Wochenende der Leipziger Automobilmesse AMI auf das Messegelände im Norden der Stadt gekommen. "Vor allem die Modellpremieren und Probefahrten erwiesen sich als Renner", sagte Matthias Kober, Projektdirektor der Messe. Die Hersteller zeigen rund 1000 Fahrzeuge, etwa 250 Autos stehen für kurze Fahrten bereit. Darunter sind aktuelle Modelle von Audi und VW, aber auch Exoten wie Elektrosportwagen. Die Messe in Leipzig läuft noch bis zum 10. Juni.

Langjähriger Chef überraschend entlassen

Der Verwaltungsrat des italienischen Versicherers Generali hat Konzernchef Giovanni Perissinotto kurzfristig am Wochenende gefeuert. Vor allem Generali-Großaktionär Mediobanca und private Investoren drängten auf den Wechsel an der Spitze des Konkurrenten der deutschen Allianz. Abschreibungen von einer Milliarde Euro auf griechische Staatsanleihen und Wertpapiere hatten den Überschuss von Europas Branchendrittem 2011 auf 856 Millionen Euro halbiert. Zum Nachfolger wurde Mario Greco von Zurich Financial Services gewählt.

Viele Mitarbeiter zollen scheidendem Chef Respekt

Sehr emotional haben die Infineon-Mitarbeiter auf den krankheitsbedingten Rückzug ihres Chefs Peter Bauer reagiert. "Ich habe gut 250 meist sehr persönliche E-Mails bekommen", sagte der 51-Jährige. Er hatte Mitte Mai seinen Rücktritt zum Ende des Geschäftsjahres am 30. September angekündigt und dies mit seiner Osteoporose-Erkrankung begründet - untypisch für einen Topmanager, eine Schwäche, gar Krankheit einzugestehen. Er habe "sehr viel Respekt dafür erhalten, wie offen ich mit den Hintergründen meiner Entscheidung umgegangen bin".