Autobauer

VW beruft ein Vorstandsmitglied nur für China

VW-Chef Martin Winterkorn will mit einem umfassenden Konzernumbau Strukturprobleme beim Autobauer beseitigen und das Tempo auf dem Weg an die Weltspitze vorantreiben.

- Volkswagen wertet dafür unter anderem sein China-Geschäft auf und ordnet seine Lastwagensparte neu. "Der Konzern hat nun die richtigen Personen auf den richtigen Positionen, um die Strategie 2018 zum Erfolg zu führen", sagte Winterkorn in Stuttgart. Bis 2018 will VW größter Autokonzern der Welt werden und GM und Toyota überholen.

Der bisher für das Nutzfahrzeuggeschäft zuständige Vorstand Jochem Heizmann übernimmt das neu geschaffene China-Ressort. Das Lkw-Geschäft wird umgebaut, vor allem um die bisher eher zäh laufende Zusammenarbeit zwischen den Töchtern Scania und MAN voranzutreiben. Scania-Chef Leif Österling wechselt in den VW-Vorstand und wird dort das gesamte Nutzfahrzeuggeschäft verantworten. Neuer Scania-Chef wird Martin Lundstedt, bisher Verkaufsvorstand.

MAN-Chef Georg Pachta-Reyhofen zieht in die Konzernleitung, den erweiterten VW-Vorstand, ein und koordiniert dort das Industriegeschäft mit Motoren konzernweit. Auch die VW-Sparte Nutzfahrzeuge bekommt einen neuen Chef, den Posten übernimmt der bisherige Skoda-Entwicklungschef Eckard Scholz.