Finanzierung

Ausbau der deutschen Stromnetze kostet 32 Milliarden Euro

In den kommenden zehn Jahren wird die Energiewende gut 32 Milliarden Euro kosten - allein für den Ausbau der Stromnetze.

- Die Betreiber der Übertragungsnetze berichteten jetzt, dass die Modernisierung und der Ausbau von Trassen an Land bis 2022 rund 20 Milliarden Euro kosten wird. Für die Windkraft auf hoher See kämen noch einmal rund zwölf Milliarden Euro hinzu. Insgesamt müssten rund 3800 Kilometer Leitungen modernisiert, etwa 4000 Kilometer neu gebaut werden. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) unterstrich ihren Willen zur Energiewende, die sie nach der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima vor einem Jahr durchgesetzt hatte: "Es bleibt bei dem Ausstieg aus der Kernenergie bis 2022."

Die Übertragungsnetzbetreiber Amprion, 50 Hertz, Tennet und TransnetBW überreichten Merkel den Entwurf des nationalen Netzentwicklungsplans. Er bildet die Grundlage für den Netzausbau, der nun in allen Einzelheiten ausgearbeitet und bis Ende des Jahres in ein Gesetz gegossen werden soll. Schwerpunkt des Papiers sind leistungsstarke Nord-Süd-Leitungen. Sie sollen die verbrauchsstarken und vom Ausstieg aus der Atomenergie besonders betroffenen Regionen im Südwesten Deutschlands mit dem Norden verbinden, in dem immer mehr Windenergieanlagen entstehen.