Fresenius

Geplanter Zukauf für Helios nimmt die erste Hürde

Der Vorstand von Rhön-Klinikum unterstützt die geplante Übernahme durch den Gesundheitskonzern Fresenius.

- Das Gremium habe einstimmig beschlossen, den Aktionären die Annahme der 3,1 Milliarden Euro schweren Offerte zu empfehlen, erklärte der Klinikbetreiber. "Wir teilen die Einschätzung zur strategischen Logik des Zusammenschlusses zweier großer privater Klinikbetreiber", sagte Vorstandschef Wolfgang Pföhler. Durch den Zusammenschluss entstünde der europaweit größte private Krankenhausbetreiber. Fresenius plant, die Rhön-Krankenhäuser mit seiner Klinik-Tochter Helios zusammenzulegen. Sitz des Konzerns soll Berlin sein.

Fresenius muss mehr als 90 Prozent der Rhön-Papiere einsammeln, weil diese Annahmequote in der Rhön-Satzung für alle wichtigen Entscheidungen festgeschrieben ist. Der Rhön-Vorstand wies darauf hin, dass die Übernahme wegen dieser hohen Hürde trotz Empfehlung und Grundsatzvereinbarung noch platzen kann. Die Annahmequote kann beispielsweise verfehlt werden, wenn sich Rivalen bei Rhön einkaufen oder zu viele Kleinaktionäre die Briefe ihrer Bank nicht öffnen und so vergessen, ihre Aktien anzudienen. Zudem kommt es erst nach Freigabe durch die Kartellbehörden zum Vollzug.