Meldungen

WirtschaftsNews

Deutsche Bank: Scheidender Chef Ackermann lobt Nachfolger Jain ++ Fukushima: Umweltminister klettert auf zerstörtes Reaktorgebäude ++ Ticketsteuer: Finanzministerium hält Klagen der Airlines für übertrieben

Scheidender Chef Ackermann lobt Nachfolger Jain

Inmitten zunehmender Kritik am holprigen Chefwechsel bei der Deutschen Bank hat sich der scheidende Vorstandsvorsitzende Josef Ackermann hinter seinen designierten Nachfolger Anshu Jain gestellt. Sein Verhältnis zum Chef der Investmentbanking-Sparte bezeichnete Ackermann laut Vorabbericht der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" als "ungetrübt". "Ich habe ihn stets gefördert und stand auch in Zeiten zu ihm, als sein Bereich große Verluste machte", sagte er. Jain soll am kommenden Donnerstag gemeinsam mit Jürgen Fitschen auf der Hauptversammlung der Deutschen Bank in Frankfurt am Main den Chefsessel des größten heimischen Bankhauses übernehmen. Derweil wurden neue Details über Jains Rolle in der Finanzkrise bekannt. So sei der Investmentbanker 2007 am Verkauf einer Anlage beteiligt gewesen, die der Deutschen Bank später eine Schadenersatzklage einbrachte, berichtet die "tageszeitung".

Umweltminister klettert auf zerstörtes Reaktorgebäude

In Schutzanzug und Atemmaske hat der japanische Umweltminister Goshi Hosono am Sonnabend das havarierte Atomkraftwerk Fukushima Daiichi in Augenschein genommen. Dabei besichtigte er ein Abklingbecken des Reaktors vier. Einer Gruppe von Journalisten war es zusammen mit dem Minister erstmals erlaubt, das Gebäude zu betreten. Das Reaktorgebäude wurde bei einer Explosion und einem anschließenden Feuer nach Erdbeben und Tsunami am 11. März 2011 schwer beschädigt. Das Abklingbecken liegt auf dem Dach des Reaktorgebäudes und stellt ein hohes Sicherheitsrisiko dar. Der Anlagenbetreiber Tepco hatte unlängst neue Schäden an der Wand des Reaktorgebäudes gemeldet.

Finanzministerium hält Klagen der Airlines für übertrieben

Das Bundesfinanzministerium hält einem Medienbericht zufolge die Klagen der deutschen Fluggesellschaften und von Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) gegen die Luftverkehrsteuer für unbegründet. Das Haus von Wolfgang Schäuble (CDU) komme zu dem Schluss, dass die Einführung der Ticketsteuer vor eineinhalb Jahren zwar einen leicht dämpfenden Effekt auf die Passagierzahlen in Deutschland gehabt haben könnte, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf ein internes Positionspapier des Finanzressorts. Darüber hinaus gebe es aber viele weitere Faktoren, die für die Branche weitaus belastender seien. Dazu zähle neben Flughafen- und Sicherheitsgebühren vor allem der Kerosinpreis, der 2011 im Durchschnitt 40 Prozent höher gelegen habe als ein Jahr zuvor.