Belastung soll sinken

Koalition kündigt für 2013 geringere Sozialbeiträge an

Die Arbeitnehmer in Deutschland können vor der Bundestagswahl auf geringere Sozialbeiträge hoffen.

- Die Sätze zu Renten-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung könnten zum Jahreswechsel "durchaus um insgesamt einen Punkt" sinken, sagte der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Michael Fuchs, der "Bild". Allerdings müsse sich der Arbeitsmarkt weiterhin positiv entwickeln. FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle sieht das genauso, wollte sich aber in der Höhe nicht festlegen. Aus der Koalition hieß es, allein der Rentenbeitragssatz könnte zum Jahreswechsel von 19,6 auf 19,0 Prozent sinken.

Auch die Bundesbank rechnet im neuen Monatsbericht für 2013 mit einem niedrigeren Rentenbeitrag, wenn sich die Wirtschaft bis Jahresanfang weiter günstig entwickelt. Bisher ging sie von einem neuen Beitragssatz von 19,2 Prozent aus. Die Notenbanker warnen zugleich davor, angesichts der zunehmenden Überalterung der Bevölkerung die Sozialkassen zu überlasten. Die demografische Entwicklung sei etwa ab Mitte des Jahrzehnts mit steigenden Leistungsempfängerzahlen und einer sinkenden Anzahl von Beitragszahlern verbunden. Perspektivisch würden die Rentenbeiträge trotz der Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre deshalb wieder steigen.