Fluggesellschaften

Air Berlin startet überraschend gut ins neue Jahr

Air Berlin hat im ersten Quartal trotz höherer Treibstoffkosten den Verlust verringert.

- Bei einem um vier Prozent auf 812,9 Millionen Euro gestiegenen Umsatz verringerte sich der operative Verlust von 188,3 auf 149,3 Millionen Euro. Unter dem Strich blieb Fehlbetrag von 102,9 Millionen Euro - nach 120,6 Millionen Euro vor einem Jahr. In den ersten drei Monaten laufen die Geschäfte bei Fluggesellschaften meist mau. Ordentlich Gewinn wird üblicherweise erst in der Hauptreisesaison im Sommer gemacht.

Air Berlin berief sich auf das Sparprogramm Shape&Size, das das Unternehmen in Form bringen soll und offenbar greift. Denn obwohl die Fluggesellschaft wegen des steigenden Ölpreises erheblich mehr für Sprit ausgeben musste, stieg der betriebliche Aufwand nur um 1,5 Prozent auf 986 Millionen Euro.

Mit seinen Zahlen übertraf Air Berlin die Erwartungen der Analysten. Diese hatten bei einem Umsatz von 805 Millionen Euro, einen operativen Verlust von 164 Millionen Euro und einem Fehlbetrag von 122 Millionen Euro vorhergesagt. Weitere Einzelheiten zur Geschäftsentwicklung will Air Berlin an diesem Dienstag bekanntgeben. Erwartet wird auch ein Konzept dafür, wie die Fluggesellschaft damit umgehen will, dass der neue Berliner Großflughafen BER nicht im Juni eröffnet wird.

Konkurrent Lufthansa war nicht so erfolgreich gestartet. Die Gesellschaft hatte im ersten Quartal trotz höherem Umsatz und mehr Auslastung einen erheblich höheren Verlust als ein Jahr zuvor eingeflogen. Der Lufthansa-Konzern setzte im ersten Quartal 2012 6,6 Milliarden Euro um, 5,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die zusätzlichen Erlöse konnten jedoch den Kostenanstieg, besonders beim Treibstoff, nicht ausgleichen, so dass ein operativer Verlust von 381 (Vorjahr: minus 169) Millionen Euro anfiel.

( eag. )