Facebook

Stärken

Magnet für Internetnutzer

Neben den imposanten Nutzerzahlen nährt vor allem die deutlich wachsende durchschnittliche Verweildauer der einzelnen User auf den Facebook-Seiten die Fantasie der Anleger. Durch die Integration von beliebten Apps dürfte die Verweildauer der Nutzer künftig noch weiter zulegen. Zumal zunehmend mehr Facebook-Fans dank Smartphones und der weit gereiften mobilen Technologie fast ununterbrochen online sind. Schon heute erlauben neun Millionen Webseiten und Apps das Einloggen bei Facebook. Der Facebook-Account wird somit zunehmend zu einer Art Reisepass für das Internet - was den Wert von Anzeigen aus Sicht der Werbekunden künftig noch steigern dürfte.

Top-Leute, Top-Vorbild

Facebook gehört zu den innovativsten Unternehmen der Internetwelt. Der Konzern hat die Topleute des Silicon Valley angezogen. Von den mehr als 3500 Mitarbeitern sind die meisten Entwickler - Investoren ist wichtig, dass Spitzenleute am Werk sind. Facebook könnte mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 100 an den Start gehen. Zu hoch? Nicht unbedingt. Google hatte ein KGV von 138 beim Börsenstart - die Aktie stürzte dennoch nicht ab.

Weltweit fast eine Milliarde User

Wäre Facebook ein Land, wäre es das bevölkerungsreichste nach China (1,34 Milliarden Menschen) und Indien (1,17 Milliarden): Mehr als 900 Millionen aktive Nutzer hat das soziale Netzwerk. Damit sind Mitglieder gemeint, die sich binnen 30 Tagen mindestens einmal einloggen. Durchschnittlich 520 Millionen Nutzer besuchen täglich die Webseite.

Treue Gemeinde

Der wirksamste Schutz vor Konkurrenz ist für Facebook die eigene Größe: Die Akzeptanzprobleme von Alternativangeboten wie StudiVZ, MySpace oder Google+ machen deutlich, wie begrenzt das Feld für soziale Netzwerke ist. Die Treue der Nutzer ist enorm. Selbst wenn die Konkurrenz mit Zusatzangeboten lockt, scheuen sie in der Regel den Aufwand, ihre Kontaktsammlung von einem Anbieter zum anderen zu überführen. Bei der Suche nach maximaler Vernetzung überzeugt zudem das Argument der größeren Masse: Wer möglichst viele seiner Freunde online erreichen will, kommt an Facebook nicht vorbei.

Schwache Rivalen

Trotz aller Versuche, Facebook zu Leibe zu rücken, hat sich bislang kein ernst zu nehmender Konkurrent herausgebildet. Das hat auch damit zu tun, dass Alternativen zur Nummer eins wie Google+ derzeit einfach zu wenig Mehrwert bieten. Selbst spannende Projekte wie die Netzwerke Diaspora und Path sind ins Stocken geraten. Sollte ein Rivale dennoch zu stark werden, könnte Facebook ihn einfach aufkaufen. Die durch den Börsengang steigende Finanzkraft wird die Position des Unternehmens weiter stärken. Nach dem Börsengang werden einige Milliarden Dollar in der Kriegskasse von Facebook verbleiben.

Erste Wahl bei Werbung

Social-Media-Werbung floriert. Der weltweite Online-Werbemarkt wuchs 2011 um gut 20 Prozent, soziale Netzwerke wachsen darin am schnellsten, da Werbung hier deutlich besser funktioniert als mit klassischen Anzeigen: Empfehlungen von Freunden wird eine höhere Glaubwürdigkeit zugesprochen. Obwohl Werbung bei Facebook noch etwas verloren wirkt, hat das Unternehmen damit 2011 bereits 3,2 Milliarden Dollar umgesetzt. Erst 2012 hat das Netzwerk damit begonnen, Werbung in den Feeds zu platzieren. Immer mehr Firmen planen, Teile des Budgets für Online-Anzeigen zu Facebook umzuleiten.