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Frauenanteil: Zahl der Spitzenmanagerinnen in deutschen Konzernen steigt ++ Deutsche Telekom: Experten: Konzern verliert weiter Umsatz im Festnetz ++ BMW: Autobauer rechnet für 2012 mit Rekordgewinn

Zahl der Spitzenmanagerinnen in deutschen Konzernen steigt

Die Erhöhung des Frauenanteils in den Chefetagen der Wirtschaft kommt zunehmend voran. Allein in diesem Jahr werden bis Juli fünf Managerinnen die Arbeit im Vorstand eines Dax-Konzern aufnehmen. Damit wird sich die Zahl der Frauen in den obersten Managementgremien der 30 im Börsenoberhaus verzeichneten Großunternehmen auf zwölf erhöhen, das sind elf mehr als noch vor zwei Jahren. "Die Zeit ist günstig dafür, dass es weiter vorangeht. Der Prozess hat eine gewisse Eigendynamik bekommen", sagte Elke Holst, Forschungsdirektorin für Gender Studies am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin, dazu der Berliner Morgenpost. Wichtig sei nun, dass auch Frauen auf den Ebenen unterhalb des Vorstands Fuß fassten: "Die Pipeline muss aufgefüllt werden, damit Frauen, wenn sie aus Spitzenpositionen ausscheiden, auch wieder durch Frauen ersetzt werden können."

Experten: Konzern verliert weiter Umsatz im Festnetz

Die Deutsche Telekom wird einem Branchenexperten zufolge weitere Geschäftsanteile aus Festnetz und Mobilfunk ans Internet verlieren. Wenn den Telekomkonzernen keine Gegenstrategie zum Treiben der Web-Giganten einfalle, "dann werden die Umsätze um 20 Prozent und die operativen Gewinne um 40 Prozent bis zum Jahr 2020 einbrechen", sagte Alexander Dahlke, Partner bei Roland Berger Strategy Consultants, der "Wirtschaftswoche". Für die Telekom hieße das: Der Jahresumsatz fiele von jetzt 59 Milliarden auf 47 Milliarden Euro. Vor allem die rasante Verbreitung von Smartphones sorge dafür, dass Kunden weniger SMS verschicken und sich per kostenloser App austauschen.

Autobauer rechnet für 2012 mit Rekordgewinn

BMW ist weiter auf Rekordkurs. Finanzvorstand Friedrich Eichiner sagte der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", trotz nervöser Aktienmärkte und neuer Unsicherheiten in der Schuldenkrise rechne der Münchner Autokonzern 2012 weiterhin mit einer neuen Bestmarke beim Absatz und einem Rekordergebnis. "Allerdings müssen wir die weitere Entwicklung in Südeuropa genau im Auge behalten", fügte er hinzu. Große Chancen für BMW lägen dagegen in diesem Jahr in Amerika. Bei der 2013 geplanten Einführung des Elektroautos i3 sieht Eichiner den Konzern im Plan und rechnet mit einem hohen Käuferinteresse, besonders bei Firmenkunden. Da Kunden laut Marktforschung fürchten, mit einem reinen Elektroauto bei leerer Batterie liegen zu bleiben, stattet BMW die Autos wahlweise mit einem Notmotor aus.