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Mehr Scheidungen in Städten

Eine Trennung verkürzt das Leben. Wissenschaftlerinnen vom Rostocker Zentrum zur Erforschung des Demografischen Wandels ermittelten: Eine Scheidung verkürzt das Leben eines deutschen Mannes um 9,3 Jahre. Und geschiedene Frauen leben sogar 9,8 Jahre kürzer als Geschlechtsgenossinnen ohne diese Erfahrung.

In Großstädten ist die Scheidungsrate höher. Viele Paare ziehen nach der Vermählung gern raus aus der Stadt und suchen sich ein nettes Fleckchen im grünen Vorort. Eine gute Entscheidung, zieht man die Fakten zu Rate: Paare, die auch nach der Hochzeit in der Stadt wohnen, lassen sich mit einer 23 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit scheiden. Auch wer auf dem Lande geheiratet hat und dann in die Stadt zieht, setzt seine Ehe eher aufs Spiel.

Alleinverdiener Das Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit stellte fest: Die Zahl der Scheidungen ist in jenen Haushalten deutlich höher, in denen eine Frau der Alleinverdiener war. Ob der Ehemann seinen häuslichen Pflichten gut oder weniger fleißig nachkam, spielte dabei keine Rolle.

Kinder von geschiedenen Paaren rauchen häufiger, fand Thomas Siedler in einer Studie heraus. Wuchsen die Jugendlichen bei beiden Elternteilen auf, rauchten 25 Prozent von ihnen. Waren ihre Eltern getrennt, stieg der Anteil der Raucher deutlich auf 40 Prozent.