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Medikamente: Kassen vereinbaren neue Rabattverträge mit Herstellern ++ First Solar: Verhandlungen über Sozialplan und Transfergesellschaft ++ Bertelsmann: Eigentümer machen Weg für einen Börsengang frei

Kassen vereinbaren neue Rabattverträge mit Herstellern

Millionen Patienten müssen sich nach Angaben der Apotheker auf andere als ihre gewohnten Arzneimittel gegen Volkskrankheiten umstellen. So seien in den vergangenen Wochen bei der AOK, der Barmer GEK, der Techniker Krankenkasse und Betriebskrankenkassen neue Rabattverträge in Kraft getreten, teilte der Deutsche Apothekerverband (DAV) mit. Oft gibt es verschiedene Mittel mit demselben Wirkstoff; die Apotheker müssen dann das Mittel abgeben, für das die Kasse mit einem Hersteller den Preisnachlass verabredet hat. Die Zahl der Arzneimittel mit Rabatt stieg laut DAV auf einen Höchststand von 28.500 im vergangenen Jahr.

Verhandlungen über Sozialplan und Transfergesellschaft

Produktionskürzungen und eine Verringerung der Belegschaft um 30 Prozent haben dem US-Fotovoltaikunternehmen First Solar den zweiten Quartalsverlust in der Unternehmensgeschichte eingebracht. Das Minus habe bei 449,4 Millionen Dollar gelegen, teilte das Unternehmen mit. Der Umsatz schrumpfte im ersten Quartal auf 497 Millionen Dollar zusammen, das waren 173 Millionen Dollar weniger als im vierten Quartal. Der Konzern will im Herbst seine beiden Werke in Frankfurt (Oder) schließen. 1200 Stellen fallen weg. Derzeit wird über einen Sozialplan und die Schaffung einer Transfergesellschaft verhandelt.

Eigentümer machen Weg für einen Börsengang frei

Der ehemalige Bertelsmann-Chef Hartmut Ostrowski ist in den Aufsichtsrat des Konzerns aufgerückt, teilte ein Sprecher in Gütersloh mit. Ostrowski (54) hatte im Herbst seinen Rückzug aus dem Vorstand angekündigt und zu Jahresbeginn die Führung des größten Medienkonzerns Europas an Thomas Rabe übergeben. Zugleich wurde der Wechsel der Rechtsform beschlossen. Bertelsmann (RTL, Gruner Jahr) ist künftig keine Aktiengesellschaft mehr, sondern eine Kommanditgesellschaft auf Aktien. Das eröffnet dem Konzern die Möglichkeit eines Börsengangs, ohne dass dadurch fremde Aktionäre den Kurs bestimmen könnten.