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Online-Shops: Jede vierte Produktbewertung im Internet ist gekauft ++ Euro-Krise: Italien will sparen, statt die Mehrwertsteuer zu erhöhen ++ Buchhandel: Microsoft steigt mit Barnes & Noble ins E-Book-Geschäft ein

Jede vierte Produktbewertung im Internet ist gekauft

Etwa jeder vierte Nutzerkommentar in Online-Shops ist nach Recherchen einer Zeitschrift manipuliert. Branchenkenner schätzen laut "Audio Video Foto Bild", dass 20 bis 30 Prozent der Produktbewertungen im Internet gefälscht seien. Laut dem Magazin für Unterhaltungselektronik werden spezielle Agenturen beauftragt, massenhaft gute Bewertungen bei Online-Shops wie Amazon abzugeben. Für ihren Test suchten Redakteure der Zeitschrift im Internet mehrere Fälscher-Werkstätten, die mit Dienstleistungen wie "Textservice" und "Shop-Texte" warben. Als Hersteller getarnt, beauftragte die Redaktion dann zwei Agenturen damit, Kundenbewertungen für bekannte Internet-Shops zu verfassen. Der Paketpreis für die ersten 35 Bewertungen: rund 190 beziehungsweise 299 Euro. Insgesamt gaben die Agenturen rund 100 Bewertungen in Internet-Shops ab. Keine davon sei als Fälschung erkannt worden. Egal ob bei Fernsehern, Handys, Hi-Fi-Anlagen oder auch bei Restaurants, Hotels, Reisen oder Versicherungen - in allen Bereichen gebe es solche gekauften Kommentare, erklärte das Magazin. Für die Verbraucher seien sie kaum zu erkennen.

Italien will sparen, statt die Mehrwertsteuer zu erhöhen

Mit milliardenschweren Einsparungen will das krisengeschüttelte Italien eine weitere Erhöhung der Mehrwertsteuer vermeiden. Bis zum Jahresende will die Regierung in Rom nach eigenen Angaben zusätzlich 4,2 Milliarden Euro einsparen. Vor allem in diversen Ministerien und in der Verwaltung sollen Ausgaben gekürzt werden. Die Mehrwertsteuer sollte nach bisherigen Plänen bis Ende 2012 von 21 auf 23 Prozent angehoben werden. Ministerpräsident Mario Monti sagte allerdings nach dem Kabinettstreffen, es sei noch nicht sicher, ob Italien die Steuererhöhung tatsächlich umgehen könne.

Microsoft steigt mit Barnes & Noble ins E-Book-Geschäft ein

Der milliardenschwere Software-Konzern Microsoft steigt in den boomenden Markt der E-Books ein. Der Windows-Konzern steckt dazu 300 Millionen Dollar in die entsprechende Sparte der größten US-Buchhandelskette Barnes & Noble. Mit seinen Nook-Lesegeräten gehört der Buchriese zu den schärfsten Rivalen von Apple und dem iPad sowie Amazon und dem Kindle. Barnes & Noble hat eines der größten Sortimente an E-Books in den USA. Diese Sparte wird als Tochtergesellschaft ausgegründet und mit 1,7 Milliarden Dollar bewertet - das ist mehr als doppelt so viel wie die komplette Firma Barnes & Noble mit ihren knapp 700 Buchläden zuletzt an der Börse wert war.