Geschäftsentwicklung

Adidas startet rasant ins Sportjahr 2012 - und steuert auf Rekord zu

Der Sportartikelhersteller Adidas startet mit Rückenwind in ein Sportjahr, das von der Europameisterschaft im Fußball und den Olympischen Spielen dominiert sein wird.

- Obwohl Adidas am Montag "Unregelmäßigkeiten" bei seiner US-Tochter Reebok melden musste, hob der Konzern die Prognose für die Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr an. Der Aktienkurs stieg daraufhin um bis zu 6,6 Prozent und erreichte den höchsten Stand seit dem Börsengang 1995.

Angeschoben durch die Europameisterschaft erwarten die Herzogenauracher 2012 allein im Fußballgeschäft einen Umsatz von 1,5 Milliarden Euro. Der Konzern peilt deswegen erneut einen Rekordgewinn an. In der neuen Prognose geht der Konzern davon aus, dass der währungsbereinigte Umsatz um fast zehn Prozent steigen wird und der Gewinn zwischen zwölf bis 17 Prozent. Bislang war Adidas von einem Umsatzwachstum im mittleren bis hohen einstelligen Bereich und einem Gewinnzuwachs von zehn bis 15 Prozent ausgegangen. Und Adidas ist gut ins Jahr gestartet. Der Umsatz legte im ersten Quartal um rund 17 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro zu. Den Gewinn konnte Adidas um 38 Prozent auf 289 Millionen Euro steigern.

Die Freude über das gute Ergebnis wird allerdings durch die US-Tochter Reebok getrübt. Das Unternehmen habe "Unregelmäßigkeiten" bei der indischen Reebok-Niederlassung entdeckt, die "voraussichtlich eine Auswirkung auf den Konzernabschluss" hätten, teilte der Konzern mit. Die Verfehlung von Reebok könne Adidas einen Vorsteuerbetrag von bis zu 125 Millionen Euro kosten. Weitere 70 Millionen Euro könnten durch eine Restrukturierung des Indiengeschäfts anfallen. Details zu den Vorfällen wollte Adidas nicht nennen. "Aufgrund der Sensibilität der laufenden Untersuchung werden Einzelheiten zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben", hieß es lediglich. Reebok ist in Indien Marktführer, auf Platz zwei folgt Adidas.