Meldungen

WirtschaftsNews

Benzin: Senator Heilmann pocht auf Preisvergleich im Internet ++ Griechenland: Ministerpräsident Papademos will zurück an die Uni ++ Lufthansa: Mayrhuber wackelt als neuer Aufsichtsratschef

Senator Heilmann pocht auf Preisvergleich im Internet

Berlins Verbraucherschutzsenator Thomas Heilmann (CDU) will die Transparenz bei den Spritpreisen erhöhen. So sollen die Mineralölkonzerne nach seinem Willen verpflichtet werden, die "Endverkaufspreise in Echtzeit" auf einer öffentlich zugänglichen Internetplattform zu veröffentlichen, berichtet das Onlineportal "Focus online". Dadurch könnten Verbraucher jederzeit einsehen, an welcher Tankstelle günstiger getankt werden kann, erklärte Heilmann. Der Senator reagierte mit seiner Forderung auf einen umstrittenen Plan von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP), der eine Meldepflicht für Benzinpreiserhöhungen einführen will. Die Mineralölindustrie lehnt das "irreführende Bürokratiemonster" ab. Heilmann geht dem Medienbericht zufolge davon aus, dass diese Kritik mit seiner Idee ausgeräumt werden könnte. Denn die aktuellen Preise lägen in den Kassensystemen der Tankstellen in elektronischer Form vor. "Sie müssten nur ins Internet übertragen werden", hieß es.

Ministerpräsident Papademos will zurück an die Uni

Der griechische Ministerpräsident Lukas Papademos will der Politik nach der Parlamentswahl den Rücken kehren und wieder als Wissenschaftler arbeiten. "Papademos wurde in einer Notsituation für eine schwierige Aufgabe gerufen, und er hat sie erfüllt", sagte der Leiter seines Planungsstabes, Giorgos Pagoulatos. "Er hat akademische Pflichten und will sie erfüllen." Papademos arbeitete als Wirtschaftsprofessor an der Universität von Athen und lehrte in Harvard.

Mayrhuber wackelt als neuer Aufsichtsratschef

Im Aufsichtsrat der Lufthansa wächst offenbar der Widerstand gegen den früheren Airline-Chef Wolfgang Mayrhuber. Er soll nach den Vorstellungen des aktuellen Chefkontrolleurs Jürgen Weber im kommenden Jahr als neuer Aufsichtsratschef vorgeschlagen werden. Dem "Spiegel" zufolge sehen allerdings mehrere Mitglieder des Kontrollgremiums einen scharfen Gegensatz zwischen dem aktuellen Sparkurs und der Linie Mayrhubers bis zu seinem Abschied als Lufthansa-Chef zum Jahresende 2010. Mayrhubers Nachfolger Christoph Franz trimmt Europas größte Fluggesellschaft gerade massiv auf einen Sparkurs und legt nach Überzeugung von Kritikern Fehler seines Vorgängers bloß, dessen Glaubwürdigkeit schwer infrage gestellt sei. Der frühere Vorstandschef kann erst nach zwei Jahren an die Spitze des Kontrollgremiums gewählt werden. Der voraussichtliche Termin wäre die Hauptversammlung im Jahr 2013. Die Entscheidung liegt bei den Aktionären.