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Nie wieder Kataloge - Neckermann halbiert Belegschaft

Der Versandhändler Neckermann will mehr als jeden zweiten Arbeitsplatz in Deutschland streichen.

- Von gut 2500 Stellen sollen 1380 wegfallen. Betroffen ist vor allem der Stammsitz Frankfurt, wo allein von der Schließung der gesamten Logistik 800 Arbeitsplätze betroffen sind. Der Jobabbau sei "unverzichtbar" für die Neuaufstellung von Neckermann als reiner Online-Händler und das Ende des Kataloggeschäfts, erklärte das Versandhaus. Die Gewerkschaft Ver.di sprach von einem "Kahlschlag" und bezeichnete vor allem die geplante Schließung der Logistik als "eine soziale Katastrophe". Die Pläne kämen trotz der bekannten Probleme bei Neckermann völlig überraschend.

Das 1950 gegründete Versandhaus Neckermann gehört dem US-Finanzinvestor Sun Capital. Das Versandhaus wie auch dessen große Schwester Quelle und die Karstadt-Warenhäuser waren unter dem Dach des Handelskonzerns Arcandor, bis dieser in die Pleite rutschte. Mit der geplanten Massenentlassung und der Neuausrichtung setzt Neckermann voll auf das 1995 gestartete Online-Geschäft. Kataloge wird es nicht mehr geben. Auch das eigene Textilgeschäft werde eingestellt.

( dapd )