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Top-Manager: Konzerne legen 637 Millionen Euro für üppige Renten zurück ++ Online-Lieferservice: Hausdurchsuchung in Berliner Zentrale von Lieferheld ++ Escada: Modekonzern will jetzt auch Männer einkleiden ++ Lufthansa: Ver.di kündigt Widerstand gegen Sparprogramm an

Konzerne legen 637 Millionen Euro für üppige Renten zurück

Die Manager deutscher Großunternehmen haben einem Medienbericht zufolge Pensionsansprüche über mehrere Hundert Millionen Euro angehäuft. So hätten allein die 30 DAX-Konzerne für ihre amtierenden Vorstände mehr als 637 Millionen Euro für Ruhegeldzahlungen zurückgestellt, berichtete "Der Spiegel" auf Basis eigener Berechnungen. Spitzenreiter ist demnach der Daimler-Vorstandsvorsitzende Dieter Zetsche mit zugesagten Pensionsanwartschaften von 29,6 Millionen Euro. Dahinter folgten VW-Chef Martin Winterkorn mit 19,7 Millionen und Josef Ackermann von der Deutschen Bank mit 18,8 Millionen Euro.

Hausdurchsuchung in Berliner Zentrale von Lieferheld

Die Justiz hat das Onlineportal Lieferheld gefilzt. Am Mittwoch hätten Beamte die Räume der Essenslieferdienst-Plattform durchsucht, es werde wegen Verdachts auf Computersabotage ermittelt, sagte eine Sprecherin der Berliner Staatsanwaltschaft. Zuvor hatte der "Spiegel" berichtet, dass die vier Geschäftsführer des Unternehmens im Verdacht stehen, durch Internetattacken die Seite des Konkurrenten Lieferando lahmgelegt zu haben. Der Schaden belaufe sich auf "mindestens 75.000 Euro". Lieferheld-Geschäftsführer Fabian Siegel wies die Vorwürfe als "völlig absurd" zurück.

Modekonzern will jetzt auch Männer einkleiden

Der Damenmodehersteller Escada plant auch eine Männerlinie. "Ich kann mir sehr gut Anzüge von Escada vorstellen. Die entsprechenden Pläne liegen auch bereits in der Schublade, und ich teste schon die Prototypen", sagte Vorstandschef Bruno Sälzer der "Welt am Sonntag". Bevor die Männerlinie in die Produktion gehe, müsse aber die Neuausrichtung von Escada komplett abgeschlossen sein.

Ver.di kündigt Widerstand gegen Sparprogramm an

Die Gewerkschaft Verdi will sich den Sparplänen bei Lufthansa widersetzen. Man befürchte Personalabbau und Lohnkürzungen, sagte Verdi-Sprecherin Martina Sönnichsen. "Da werden wir einen Riegel vorschieben", sagte sie. Die Gewerkschaft reagiert auf einen Brief des Vorstands an die Lufthansa-Mitarbeiter, in dem der Konzern sein Sparprogramm "Score" konkretisiert hat. 2015 sollen die Kosten von Europas größter Fluggesellschaft um 1,5 Milliarden Euro niedriger liegen als noch 2011. Erreicht werden soll dies unter anderem durch die Streichung defizitärer Strecken, einen Verzicht auf den Ausbau der Flotte bis 2014.