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Mineralöl-Branche: Zahl der Tankstellen in Deutschland sinkt ++ Währungssystem: China will Wechselkurs des Yuan lockern ++ Altersvorsorge: DIHK lehnt Zuschussrente als ungerecht ab

Zahl der Tankstellen in Deutschland sinkt

Die Zahl der Tankstellen in Deutschland sinkt. Der Bestand werde von jetzt 15.000 bis 2020 um weitere 2000 Stationen zurückgehen, sagte der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer der "Wirtschaftswoche". Weil sich die Konzentration auf dem Tankstellenmarkt fortsetze, werde sich der Preisdruck an den deutschen Tankstellen noch verschärfen, fügte der Professor für Automobilwirtschaft an der Universität Duisburg-Essen hinzu. In dem reduzierten Markt würden insbesondere die beiden Marktführer Aral und Shell an Bedeutung noch zulegen. "Einödstandorte mit nur zwei Zapfsäulen und einem kleinen Kiosk gibt es kaum noch", sagte Dudenhöffer. Die geringere Zahl von Anbietern führe zu sinkendem Preiswettbewerb, zumal auch der Weg zur Tankstelle für die Verbraucher immer weiter werde.

China will Wechselkurs des Yuan lockern

Peking dreht an der Währungsschraube: Wie die chinesische Zentralbank am Samstag mitteilte, soll ein bisher geltender Schwankungskorridor von 0,5 Prozent um einen von der Zentralbank festgelegten Wert auf ein Prozent erhöht werden. Damit würde die Zentralbank ihre strikte Kontrolle über den Wechselkurs des Yuan lockern. Die neue Regel soll am Montag in Kraft treten. China hat erklärt, längerfristig einen freien Wechselkurs des Yuan zulassen zu wollen. Derzeit gibt die chinesische Zentralbank täglich einen fixen Wechselkurs für den Yuan vor, der tatsächliche Wechselkurs darf höchstens 0,5 Prozent darüber oder darunter liegen. Der Wert des Yuan wird somit nicht durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Westliche Staaten und insbesondere die USA werfen China immer wieder vor, den Wert des Yuan künstlich niedrig zu halten, um damit seine Exporte zu fördern und Importe zu erschweren.

DIHK lehnt Zuschussrente als ungerecht ab

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) lehnt die Pläne von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) für eine Zuschussrente als unsystematisch und ungerecht ab. "Die Kopplung der geleisteten Beiträge an die Höhe der Rente wird aufgeweicht", heißt es in der Stellungnahme zum Gesetzentwurf von der Leyens. Es werde ein "Einfallstor" für eine weitere Besserstellung einzelner Gruppen in der Rentenversicherung geschaffen. Gerade diejenigen Versicherten würden mit der Zuschussrente unterstützt, die in private Vorsorge investieren konnten. "Diejenigen, die dazu nicht in der Lage waren, obwohl sie es vielleicht gerne getan hätten, erhalten sie nicht", kritisiert der DIHK die Pläne der Ministerin.