Basel III

Aufseher entdecken riesige Geldlücke bei Großbanken

Die größten Banken weltweit müssen noch erhebliche Anstrengungen leisten, um die neuen Kapitalvorschriften, genannt "Basel III", erfüllen zu können.

- Hätten die Regeln bereits Mitte vergangenen Jahres gegolten, hätten den Instituten 486 Mrd. Euro gefehlt, heißt es in einer am Donnerstag veröffentlichten Auswirkungsstudie des Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht. Dabei unterstellten die Finanzaufseher eine harte Kernkapitalquote von sieben Prozent, wie sie ab 2019 als Minimum vorgeschrieben ist.

Basel III wird ab nächsten Jahr schrittweise eingeführt. Dabei müssen die Institute nicht nur eine höhere Kapitalquote als bisher erreichen, sondern es werden auch höhere Anforderungen an die Qualität des Kapitals gestellt. Viele Instrumente wie beispielsweise Stille Einlagen werden dann nur noch unter gewissen Voraussetzungen angerechnet. Im Prinzip zählen künftig nur noch echtes Stammkapital und Gewinnrücklagen dazu. "Die Studie zeigt, dass es dringend notwendig ist, die neuen Kapitalvorschriften langsam einzuführen. Forderungen, die Regeln im Hau-Ruck-Verfahren schon sofort umzusetzen, sind völlig unangebracht", sagt Bankenprofessor Hans-Peter Burghof von der Universität Hohenheim.