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Umweltschützer: Bio-Plastiktüten nicht umweltfreundlich

Die Supermarktketten Aldi und Rewe täuschen nach Angaben der Deutschen Umwelthilfe (DUH) ihre Kunden mit Tüten aus Bioplastik.

- Die angeblich "grünen" Plastiktüten würden der Umwelt nicht helfen, sagte der Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (DUH), Jürgen Resch, am Mittwoch. Im Gegenteil: Sie würden nicht kompostiert, ließen sich nicht recyceln und bestünden hauptsächlich aus Erdöl, sagte Resch.

In einer schriftlichen Stellungnahme widersprach Rewe der Kritik. Das Unternehmen betrachte die Tragetaschen als einen ersten Schritt, weniger fossile Ressourcen wie Mineralöl einzusetzen. Zudem verwies der Konzern darauf, die Anforderungen der DIN-Norm EN 13432 zu erfüllen. "Die Tüten sind laut Hersteller vollständig kompostierbar", erklärte Rewe. Die DUH kritisierte die Vorgabe der DIN-Norm, wonach die Plastiktüten erst nach zwölf Wochen unter bestimmten Voraussetzungen zu 90 Prozent zersetzt sein müssen. Deutsche Kompostierungsanlagen arbeiteten in der Regel mit deutlich kürzeren Verweilzeiten zwischen ein und acht Wochen. Resch: "Die DIN-Norm hat nichts mit der Realität zu tun."