WirtschaftsNews

Fachkräftemangel: Jede vierte Firma verzichtet lieber auf ausländische Manager

Jede vierte Firma verzichtet lieber auf ausländische Manager

Deutsche Firmen haben trotz Fachkräftemangel Vorbehalte gegenüber Management-Nachwuchs aus dem Ausland. Nur jedes vierte Unternehmen könne sich dafür erwärmen, ergab eine Studie der Personalberatung Odgers Berndtson unter den 500 größten deutschen Firmen, die der Berliner Morgenpost vorliegt. Als Gründe wurden vor allem sprachliche Probleme (44 Prozent) und kulturelle Gräben (34 Prozent) genannt, die bei einer Rekrutierung ausländischer Führungskräfte entstehen würden. Außerdem verwiesen 39 Prozent der Unternehmen auf bürokratischen Barrieren, die Arbeitgeber überwinden müssen, wenn sie Mitarbeiter aus anderen Ländern einstellen wollen. Gleichzeitig sehen 70 Prozent der Firmen wegen der demografischen Krise große Probleme bei der Gewinnung von Fach- und Führungskräften auf sich zukommen.

FDP legt sich wegen Pendlerpauschale mit Union an

In der Debatte um die Rekord-Benzinpreise geht die FDP auf Konfrontationskurs zum Koalitionspartner. Mehrere Spitzenpolitiker schlossen sich der Forderung von Parteichef Philipp Rösler an, die Pendlerpauschale von derzeit 30 Cent pro Kilometer zu erhöhen. Offiziell lehnt die Bundesregierung dies bisher ab. "Ich fordere den Bundesfinanzminister auf, die Pendlerpauschale zu überprüfen", sagte Vize-Parteichefin Birgit Homburger der Morgenpost. Wer von den Arbeitnehmern Flexibilität bei der Wahl des Arbeitsortes verlange, müsse auch für entsprechende Rahmenbedingungen sorgen. "Dies gilt vor allem, wenn über Jahre hinweg die Preisentwicklung beim Benzin, aber auch bei öffentlichen Verkehrsmitteln in eine Richtung geht - nämlich nach oben."

Autobauer will Carsharing in Europa und Amerika ausbauen

Der Autobauer Daimler hat große Expansionspläne für seine Carsharing-Tochter Car2Go. Bis zum Jahr 2016 werde der Betrieb des Angebots mit den Miet-Smarts in 30 nordamerikanischen Städten und in 40 bis 50 Städten in Europa angestrebt, sagte Daimler-Forschungsvorstand Thomas Weber. "Wir verspüren ein enorm großes Interesse." In Ulm hatte Daimler 2008 Car2Go als Pilotprojekt gestartet. Zahlreiche Vertreter von Kommunen aus aller Welt seien seither in Ulm gewesen, um sich das Projekt genauer anzuschauen. Inzwischen gebe es das Angebot in zehn Städten Europas und den USA. Die Nutzerzahlen hätten stark zugenommen, sagte Weber. Ende vergangenen Jahres zählte das Konzept mit der Mietwagenflotte 60.000 eingetragene Nutzer. Das seien doppelt so viele gewesen wie Ende 2010.