Wohnungsgesellschaft

GSW hält ihr Versprechen und zahlt Dividende

Die Berliner Wohnungsgesellschaft GSW zahlt im ersten Jahr an der Börse die versprochene Dividende.

- Pro Aktie soll es 90 Cent geben. Mit dieser Dividendenaussage hatte die GSW die Anleger beim Börsengang vor einem Jahr geworben. Die GSW-Aktie notiert mit zuletzt 25,78 Euro deutlich über dem Ausgabepreis von 19 Euro. Das operative Ergebnis (FFO) ging 2011 aber um 28 Prozent auf 56,6 Millionen Euro zurück. Als Grund werden höhere Zinsen bei der Refinanzierung verbriefter Kredite angegeben. Den Überschuss konnte die GSW mit 105 Millionen Euro mehr als verdoppeln, was vor allem auf die Neubewertung der Bestände zurückzuführen ist.

Die Mieteinnahmen stiegen um 2,3 Prozent auf 183 Millionen Euro. Dies sei mit einem verringerten Leerstand von 3,7 auf 3,4 Prozent und dem Erwerb weiterer Wohnungen gelungen, erläuterte Vorstandsmitglied Jörg Schwagenscheidt. Der GSW gehören 53 000 Wohnungen, die Ende 2011 einen Marktwert von rund drei Milliarden Euro hatten.

In diesem Jahr will die GSW, aus der sich die Finanzinvestoren Cerberus und Whitehall zurückgezogen haben, operativ mehr verdienen. Künftig sei auch Wachstum durch Zukäufe geplant, so die GSW, die ihre Bestände zuletzt um 4800 Einheiten aufgestockt hatte. Zukäufe sollen ausschließlich in Berlin erfolgen, am Erwerb der TLG Immobilien bestehe kein Interesse, hieß es. Derzeit prüft das GSW-Management Bestände mit insgesamt 25 000 Wohnungen. Davon könnten wie im Vorjahr etwa 5000 übernommen werden, wenn die Rendite stimme.