Produktionsstillstand

Experten entscheiden über Zukunft von Müller-Brot

Die von Hygieneproblemen gebeutelte Großbäckerei Müller-Brot steht vor einer ungewissen Zukunft: Einen Tag nach der beantragten Insolvenz inspizierten Spezialisten die Brotfabrik im oberbayerischen Neufahrn.

Von der Kontrolle hängt ab, ob das Unternehmen mit 1300 Mitarbeitern die Produktion nach einer mehr als zweiwöchigen Zwangspause wieder aufnehmen darf. Wegen schwerwiegender Hygienemängel ist die Brotfabrik seit Ende Januar stillgelegt. Bei Kontrollen waren dort unter anderem Mäusekot, Schaben und verdreckte Maschinen entdeckt worden. Am Donnerstag zog die Unternehmensleitung die Reißleine: Der Produktionsstillstand infolge der Hygieneprobleme habe zu einem deutlichen Umsatzeinbruch geführt. Das habe die Geschäftsführung gezwungen, Insolvenzantrag beim Amtsgericht Landshut zu einzureichen, teilte Müller-Brot mit.

Laut Freisinger Landratsamt nehmen 18 Lebensmittelkontrolleure das Gelände unter die Lupe. Dabei handele es sich um Experten aus dem Landkreis Freising, der Regierung von Oberbayern und des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Geprüft werden aber vorerst nur einzelne Bereiche des Firmenareals, darunter zwei Produktionshallen, Lagerräume, Lieferanteneingänge und die Kistenwaschanlage.