Buchungsrückgang

Kreuzfahrt-Unglück belastet US-Konzern Royal Caribbean

Die Tragödie auf dem italienischen Kreuzfahrtschiff "Costa Concordia" wird zu einer immer größeren Belastung für die Branche.

Nach dem Branchenprimus Carnival meldete auch das weltweit zweitgrößte Kreuzfahrtunternehmen Royal Caribbean deutliche Buchungsrückgänge nach dem Unglück. In Nordamerika seien die Buchungen im Vergleich zum Vorjahr um zehn bis 15 Prozent gesunken, in Europa noch höher, teilte Royal Caribbean in Miami mit. Es gebe derzeit eine große Unsicherheit. Royal Caribbean rechnet zudem mit einem Gewinnrückgang. Der Konzern erwartet für dieses Jahr einen Gewinn von 1,90-2,30 Dollar pro Aktie - nach 2,77 Dollar pro Aktie im vergangenen Jahr. Dabei spiele aber auch die Entwicklung der Kraftstoffpreise und der Wechselkurse eine Rolle, hieß es.

Auch der weltgrößte Kreuzfahrt-Konzern, die US-Reederei Carnival, hatte zu Wochenbeginn von Buchungsrückgängen berichtet. Carnival ist auch der Mutterkonzern der italienischen Unglücksreederei Costa Cruises. Die Buchungen bei der italienischen Reederei seien "deutlich" zurückgegangen, hieß es. Durch zahlreiche Umbuchungen sei es aber schwer, genaue Zahlen zu nennen. Bei allen anderen Tochtergesellschaften bezifferte Carnival den Buchungsrückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf rund 15 Prozent.