Energie

Russland drosselt die Gasversorgung für Westeuropa

Ausgerechnet bei zweistelligen Minusgraden und heftigen Schneefällen geraten die Gaslieferungen aus Russland nach Europa ins Stocken.

Neben Deutschland berichteten auch Italien, Österreich, Polen, die Ukraine und die Slowakei über reduzierte Lieferungen. Die Europäische Union bereitet sich auf eine Zuspitzung der Krise vor.

Bislang gebe es aber noch keine Versorgungsengpässe, sagte eine Sprecherin von EU-Energiekommissar Günther Oettinger. Die betroffenen Länder wie Polen würden die Möglichkeit nutzen, für Deutschland bestimmtes Gas aus der Pipeline zu ziehen. Zudem seien alle Gaslager in der EU gefüllt. Der Grund für die sinkenden Liefermengen war zunächst unklar. Der russische Gazprom-Konzern räumte in einer Erklärung zwar ein, dass die Nachfrage in Russland aufgrund der Rekordkälte in die Höhe geschnellt sei, betonte aber gleichzeitig, das Unternehmen erfülle seine Lieferverträge. Alexander Medwedev, Topmanager des Gasriesen, machte die Ukraine für Lieferprobleme verantwortlich. Das Land, das die wichtigste Pipeline-Route nach Europa kontrolliert, entnehme den Leitungen deutlich mehr als vereinbart. Die Ukraine wiederum wies die Darstellung entschieden zurück und gab allein Russland die Schuld.