Steuer-Serie 2011

Checkliste für alle Steuerzahler

Formulare für die Steuererklärung 2011 besorgen. Außer dem Hauptformular, dem sogenannten Mantelbogen, müssen Steuerzahler die richtigen weiteren Formularbögen für sich finden: Wer beispielsweise Kinder hat, benötigt zusätzlich die Anlage "Kind", Arbeitnehmer die Anlage "N", Rentner die Anlage "R". Alle Formulare gibt's im Bürgerbüro, beim Finanzamt oder zum Selbstausdrucken im Internet unter www.formulare-bfinv.de . Wer die Steuererklärung mit Hilfe des Steuerprogramms "Elster" der Finanzverwaltung erstellt, findet dort die aktuellen Vorlagen.

Die klassische Papp-Steuerkarte ist noch immer nicht ganz passé: Erst ab Januar 2013 soll das elektronische Übertragen der Daten an das Bundeszentralamt für Steuern nun funktionieren. Bis dahin gelten noch die Lohnsteuerkarte 2010 oder Ersatzkarten aus 2011 weiter. Wirklich in Händen halten werden Steuerzahler sie aber nur in Ausnahmefällen - etwa beim Lohnsteuerklassenwechsel nach einer Heirat.

Belege aus dem Jahr 2011 sortieren und bereithalten. Nicht vergessen: In diesem Jahr machen Sie die Steuererklärung für 2011. Relevant sind also nur Quittungen aus dem vergangenen Jahr. Handwerkerrechnungen, Spendenbescheinigungen und Bankbelege müssen im Original mit zu den Finanzbeamten. In den meisten anderen Fällen reicht eine Kopie.

Mehr Hilfe nötig? Wer weitere Hilfe braucht, findet sie bei Steuerberatern oder Lohnsteuerhilfevereinen. Gute Ratgeber gibt's zudem beispielsweise von Finanztest (16,90 Euro), Konz ("Der kleine Konz" - 8,99 Euro, "Der große Konz" - 9,99 Euro) und Haufe (16,95 Euro). Unter www.steuerrat24.de finden Steuerzahler gut aufbereitete und aktuelle Tipps rund um das Thema (29 Euro pro Jahr). Grundsätzlich sind all diese Kosten nur absetzbar, wenn sie betrieblich oder beruflich veranlasst sind. Bei Beiträgen an Lohnsteuerhilfevereine und Ausgaben für steuerliche Fachliteratur lassen die Finanzbeamten jedoch zu, dass als Faustregel 50 Prozent der Aufwendungen "als privat veranlasst" abgezogen werden. Alternativ können Kosten bis zu einem Betrag von 100 Euro pro Jahr in der Steuererklärung angegeben werden. Bei Zusammenveranlagten zählt der Betrag nur einmal.