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Rekordjahr für Solar: 2011 so viele Anlagen wie nie zuvor

Die Installation neuer Solaranlagen in Deutschland ist im Dezember drastisch gestiegen. Der Zubau betrug nach Angaben der Bundesnetzagentur 3000 Megawatt. Damit wurde ausgerechnet in einem Wintermonat so viel an neuen Anlagen zugebaut wie nie zuvor. Der bisherige Rekord war der Juni 2010 mit 2100 Megawatt.

Wider Erwarten wurde mit insgesamt 7500 Megawatt dank des Dezembers auch der bisherige Installationsrekord von 2010 (7400 Megawatt) noch übertroffen.

Verantwortlich gemacht wurde dafür die Förderkürzung um 15 Prozent zu Jahresbeginn und die Debatte um eine Obergrenze für die Förderung, um die Kosten für die Verbraucher so im Griff zu halten. Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) zeigte sich erfreut über den unerwartet raschen Ausbau der erneuerbaren Energien, die 2011 bereits einen Anteil von 20 Prozent an der Stromversorgung hatten. "Entscheidend ist, dass die Diskussion um einen absoluten Deckel bei der Vergütung im Dezember zu erheblicher Verunsicherung und damit zu "Schlusskaufreaktionen" geführt hat", sagte Röttgen.

Mit dem Rekordausbau dürfte auch die Diskussion um eine Deckelung der Förderung befeuert werden. Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) will eine Begrenzung auf 1000 Megawatt pro Jahr. Eine solche Deckelung hatte in Spanien den Solarausbau abgewürgt, weil niemand wusste, ob er noch eine Förderung bekommt. Den Ausbau der erneuerbaren Energien zahlen die Verbraucher durch eine Umlage über den Strompreis - in diesem Jahr sind dies 3,59 Cent pro Kilowattstunde.