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US-Wirtschaft: Präsident Obama: Erholung nimmt Jahre in Anspruch

US-Wirtschaft

Präsident Obama: Erholung nimmt Jahre in Anspruch

Nach Ansicht von US-Präsident Barack Obama wird es noch Jahre dauern, bis die US-Wirtschaft wieder auf einer soliden Basis steht. Es brauche Zeit, strukturelle Probleme, die sich über die letzten 20 Jahre aufgebaut hätten, wieder rückgängig zu machen, sagte Obama. Es sei klar gewesen, dass die Erholung der Wirtschaft nicht innerhalb einer Legislaturperiode zu schaffen sei. "Es braucht wahrscheinlich mehr als einen Präsidenten." Die Wirtschaft und die hohe Arbeitslosigkeit könnten bei der Präsidentenwahl Ende 2012 zu den entscheidenden Faktoren werden. Auf die Frage, ob die Arbeitslosenquote bis dahin auf acht Prozent von zuletzt 8,6 Prozent fallen könnte, sagte Obama: "Das ist möglich, aber es ist nicht meine Aufgabe, Vorhersagen über die Wirtschaft zu machen." Laut Umfragen sind nur 33 Prozent der Amerikaner mit seiner Wirtschaftspolitik zufrieden.

Bonität

Standard & Poor's droht Versicherern mit Herabstufung

Nach dem angedrohten Entzug der Top-Bonität Deutschlands und fünf weiterer Euro-Staaten hat die US-Ratingagentur Standard & Poor's auch zahlreichen europäischen Versicherungen mit einer Herabstufung ihrer Kreditwürdigkeit gedroht. Unter den 15 betroffenen Unternehmen ist auch der deutsche Versicherungsriese Allianz, wie die Agentur am Freitag mitteilte. Daneben sind unter anderen die Versicherer Aviva, Axa, Generali und Mapfre betroffen. Als Grund für den negativen Ausblick nannte S&P die Krise in der Eurozone. Im Zuge des angedrohten Entzugs der Spitzenbonität mehrerer Euroländer hatte die Agentur vor wenigen Tagen auch verschiedenen Großbanken der Eurozone mit einer Herabstufung ihrer Kreditwürdigkeit gedroht.

Deutsche Börse

Konzernchef stellt Platzen der Fusion mit NYSE in Aussicht

Die Deutsche Börse will ihre Fusion mit der New York Stock Exchange (NYSE) platzen lassen, wenn die EU-Wettbewerbsbehörden sie zu allzu großen Zugeständnissen zwingen sollte. "Grundsätzlich verläuft die rote Linie dort, wo die Fusion durch die Auflagen unattraktiv wird", sagte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Börse, Reto Francioni. "Wenn die Bedingung für die Genehmigung wäre, eine der beiden Terminbörsen, Eurex oder Liffe, zu verkaufen, dann würden signifikante Vorteile der Fusion fehlen", fügte Francioni hinzu. Zuletzt war spekuliert worden, Francioni sei zu weitreichenden Zugeständnissen an EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia bereit, um die umstrittene Fusion mit der New Yorker Börse zu erreichen.