Preiserhöhung

Billigflieger Ryanair schlägt bei Gepäckgebühren kräftig auf

Ryanair erhöht seine Gepäckgebühren: Die Preise für die Kofferaufgabe steigen teilweise auf mehr als das Doppelte des bisherigen Wertes, teilt das Unternehmen mit.

Reisende, die ihren bis zu 15 Kilogramm schweren Koffer in der Hochsaison von Juni bis September erst am Flughafen aufgeben, müssen ab dem 15. Dezember nicht mehr wie bisher 40 Euro, sondern 100 Euro bezahlen. Reisende, die ihr Gepäck online aufgeben, kommen nach wie vor günstiger davon: In der Hochsaison kostet das künftig 25 statt bisher 20 Euro. Das Aufgeben von 20-Kilo-Koffern kostet in der Hochsaison am Flughafen bald 105 Euro (vorher 50 Euro) und online 35 Euro (vorher 30 Euro). In der Nebensaison zwischen Oktober und Mai steigen die Gebühren um bis zu 35 Euro. Und Passagiere, die ihre Bordkarte vergessen haben, müssten für die Neuausstellung am Flughafen ab dem 15. Januar 60 Euro statt bisher 40 Euro ausgeben.

Der irische Billigflieger macht immer wieder mit skurrilen Ideen, neue Einnahmequellen erschließen zu wollen, europaweit Schlagzeiten. Ryanair-Chef Michael O'Leary hatte mehrmals angekündigt, für die Benutzung der Toiletten an Bord Geld verlangen zu wollen. Oder Stehplätze in den Fliegern anzubieten, Stewardessen als Co-Piloten einzusetzen oder dicke Passagiere mehr zahlen zu lassen. Natürlich sind diese Vorschläge vor allem PR-Gags, was immer O'Leary damit auch erreichen will, weil sie mit den strengen Vorschriften für den Flugverkehr nicht vereinbar sind. Sein neuester Vorstoß zielt erneut aufs stille Örtchen in den Fliegern. Der Chef des Billigfliegers will künftig nur noch eine Toilette an Bord anbieten - um so Platz für sechs zusätzliche Passagiere zu schaffen. Er mag damit argumentieren, dass die Deutsche Bahn in ihren IC-Zügen der kommenden Generation die Zahl der Toiletten pro Fahrgast ebenfalls reduziert hat.