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Japan: Export von Atomtechnologie trotz Fukushima-Katastrophe

Japan

Export von Atomtechnologie trotz Fukushima-Katastrophe

Ungeachtet der Atomkatastrophe in Fukushima will Japan seine Kerntechnologie exportieren. Man werde aber nur unter der Bedingung einer friedlichen Nutzung solche Technologie an andere Länder liefern, erklärte Ministerpräsident Yoshihiko Noda laut japanischen Medienberichten. Trotz großer Sorgen in der eigenen Bevölkerung über die Sicherheit der Atomkraft wird das japanische Parlament erwartungsgemäß noch in diesem Monat bilaterale Vereinbarungen mit Jordanien, Russland, Südkorea und Vietnam über eine Kooperation bei der zivilen Nutzung von Kernenergie absegnen.

Postbank

Ver.di will Warnstreiks in Filialen ausweiten

Die Gewerkschaft Ver.di will die Warnstreiks bei der Postbank auf die Filialen ausweiten. Vom kommenden Montag an würden Filialen in die Protestaktionen mit einbezogen, kündigte Verdi-Chef Frank Bsirske bei einer Kundgebung in Köln an. "Wir werden uns Regionen aussuchen, wo das beginnt", sagte er. "Wir werden eine Situation herbeiführen, wo Kunden, auch große Kunden, sagen: Was machen die da eigentlich, mitten im Weihnachtsgeschäft?" Mit den Aktionen solle Druck auf die Tarifverhandlungen ausgeübt werden, die Anfang der Woche in die nächste Runde gehen.

Manroland

Druckmaschinenhersteller kann vorerst weiterarbeiten

Der insolvente Druckmaschinenhersteller Manroland kann vorerst weiterarbeiten. Der Insolvenzverwalter habe sich mit Gläubigerbanken auf einen Massekredit von 55 Millionen Euro geeinigt, hieß es. Mit einem Massekredit stellen Gläubiger einem insolventen Betrieb Geld zur Verfügung, damit er Lieferanten bezahlen und Aufträge bearbeiten kann, bis eine Lösung gefunden ist. Ihnen wird garantiert, dass das Geld aus der Insolvenzmasse bevorzugt an sie zurückbezahlt wird. Den Angaben zufolge besteht der Kredit aus einer Barsumme in Höhe von zehn Millionen Euro sowie einem sogenannten unechten Massekredit in Höhe von 45 Millionen Euro, der dadurch zustande kommt, dass die Banken einen Teil ihrer Forderungen an das Unternehmen zurückstellen, damit es wieder liquide ist.

Honda

Mehr als 300 000 Autos zurückgerufen

Der japanische Autohersteller Honda ruft mehr als 300 000 Fahrzeuge der Typen Accord und Civic aufgrund von Problemen beim Airbag zurück. Schlimmstenfalls könne bei einem Unfall die zum Aufblasen des Airbags verwendete Gasflasche explodieren und ihre Splitter könnten sich in der Fahrerkabine verteilen, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Von dem Problem sind demnach mehr als 300 000 Fahrzeuge betroffen, die zwischen 2001 und 2002 gebaut wurden. Die meisten von ihnen befinden sich in den USA. "Es wird sicherlich weitere Rückrufe in anderen Teilen der Welt geben", sagte ein Unternehmenssprecher.