Auftragsmord

Ehemaliger Chef der Wadan-Werften in Moskau erschossen

Der frühere Besitzer der damaligen Wadan-Werften in Wismar und Rostock-Warnemünde ist in einem Moskauer Restaurant erschossen worden.

Andrej Burlakow sei vermutlich einem Auftragsmord zum Opfer gefallen, meldete die Agentur Interfax. Der Killer sei sehr kaltblütig vorgegangen und habe mindestens fünf Mal aus nächster Nähe auf Burlakow und dessen Lebensgefährtin gefeuert, die lebensgefährlich verletzt wurde. Ein mögliches Motiv seien ausstehende Schulden Burlakows, hieß es. Der Angreifer, der vermutlich mit falschem Bart verkleidet war, sei zielsicher auf den Tisch des Paares zugegangen. Am Tatort wurden fünf Patronenhülsen vom Kaliber 7,62 Millimeter gefunden. Zunächst war berichtet worden, dass der Täter Gummigeschosse abgefeuert habe.

Burlakow, der 48 Jahre alt wurde, wurden immer wieder undurchsichtige Geschäfte vorgeworfen - auch bei seinem Engagement beim einst drittgrößten deutschen Schiffbauer in Mecklenburg-Vorpommern 2008. Der in der DDR geborene Geschäftsmann saß - wie seine Lebensgefährtin - wegen Betrugsvorwürfen zeitweise in Moskau in Untersuchungshaft, kam aber gegen Kaution frei. Die mittlerweile zu Nordic Yards umbenannten Wadan-Werften befinden sich seit 2009 im Besitz des Russen Witali Jussufow.